Naturschutz spielt bei den Nürnberger Wahlen keine Rolle – oder doch?
Shownotes
Ist die Landesgartenschau 2030 Top oder Flop? Martin Geilhufe glaubt, dass die LGS 2030 das Potential hat, Nürnberg nachhaltig zu verändern – im Positiven. Seit November 2025 ist Martin Geilhufe Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern. In Nürnberg gibt es viele Themen, welche die BN Kreisgruppe derzeit beschäftigen: Reichswald, Wetzendorf, der Nelson Mandela-Platz. In der 71. Folge von „Bratwurst mit Chili“ spricht Geilhufe mit Michael Husarek, NN-Chefredakteur, und Podcast-Redakteur, Lukas G. Schlapp, über diese Nürnberger Themen. Auch diskutiert er, wieso Umweltschutz gerade nicht auf der Prioritätenliste in vielen Stadträten und Parlamenten steht. Außerdem spricht er darüber, wie ein Verband wie der Bund Naturschutz mit den Wahlergebnissen von der AfD umgehen kann und muss.
Artikel: Kritische Prüfung zur Kommunalwahl: Bund Naturschutz stellt Fragen zur Stadtentwicklung in Nürnberg – nn.de/1.14919971 Artikel: Kritik an Bebauungsplan in Wetzendorf: Bund Natuschutz Nürnberg zieht vor Verwaltungsgerichtshof – nn.de/1.15017219
Bratwurst mit Chili Folge 71: Naturschutz spielt bei den Nürnberger Wahlen keine Rolle – oder doch? Landesgartenschau, Reichswald, Nelson-Mandela-Platz Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern. Michael Husarek, NN-Chefredakteur Lukas G. Schlapp, Audio- und Podcast-Redakteur beim Verlag Nürnberger Presse
Ihr habt ein Aufregerthema für die nächste Woche? Schreibt einfach eine Mail an Lukas: lukas.schlapp@vnp.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Michael, wie war dein Wochenende?
00:00:02: Schneerreich.
00:00:04: Gab ja Faschingsferien und ich habe beim letzten Podcast schon gesagt es geht in die Berge mit Kind und Kegel.
00:00:11: Und tatsächlich diesmal war's Winter, wie man ihn sich wünschen kann.
00:00:15: Halten wir den Neuschnee hatte ich letztes Mal als Kind.
00:00:17: also das ist wirklich schon lange her.
00:00:19: Wir sind die Rodelbahnen, die es da gibt im Tal rauf- und runter buchstäblich raufgelaufen und untergerodelt und so viele Tage dass ich mein Rodelquantum für die nächsten Jahre reingefahren habe.
00:00:31: Okay, wusstest du das Kind und Kegel immer falsch benutzt
00:00:33: wird?
00:00:33: Nein!
00:00:34: Die Kollegen von Kadep haben darüber in den letzten Wochen gesprochen und der Kind ist das Kind Und der Kegl ist das kind von was nicht von einer verheirateten Partnerin ist.
00:00:44: Ok dann hab' ich es auch falsch verwenden
00:00:48: Michael.
00:00:49: Ich war am Samstag bei der Boulesque Show im Theater Rote Bühne.
00:00:53: Unsere
00:00:53: Kollegin Annette Rückel
00:00:54: ist die Regie
00:00:55: geführt hat.
00:00:56: Nein, das ist das andere Theaterstück.
00:00:57: Das wollte ich jetzt auch gleich bewerben.
00:00:58: Dann tue ich es jetzt gleich.
00:01:00: Annette Rückl gemeinsam mit Christian Schiedlovsky hat sie das Stück Romeo and Julia Frankish Reloaded geschrieben und wird jetzt auch dort aufgeführt.
00:01:09: Ich war aber bei der Borelesk-Show.
00:01:10: Da war ich noch nie, ehrlich gesagt, bereue es zutiefst weil ich nämlich am kommenden Wochenende auf was ganz Schlimmen eingeladen bin... ...ich bin der größte Faschingsmuffel in der Welt und muss jetzt faschen ist er vorbei!
00:01:22: Ich habe's wieder geschafft mich nicht verkleiden zu müssen.. ..aber am Samstag bin ich auf einer ganz komischen Feier an der Geburtstagsfete wo man sich im zwanzigjahres Stil kleiden muss.
00:01:30: Was ist zwanziger jahres?
00:01:32: Ich
00:01:32: nehme an so ein Zeug wie bei Bore lesk da hätte man schon irgendwas gefunden.
00:01:35: Ah ok
00:01:35: so okay wir gut dann Great Gatsby wird mir aufs Ohr gesagt, musst du dich verkleidern.
00:01:41: Michael wir sind heute nicht alleine im Studio.
00:01:43: Wir haben einen Gast Martin Geilhufe.
00:01:46: Er ist Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern.
00:01:50: Das macht er seit November Zwei Tausendfünfundzwanzig Zuvor auch acht Jahre schon beim Bund naturschutz In Bayern und da war er Landesbeauftragte.
00:02:00: Wir freuen uns dass sie hier sind.
00:02:02: Hallo Ich freu mich ja auch.
00:02:05: Wie war ihr Wochenende?
00:02:05: Was haben Sie gemacht?
00:02:07: Ich hatte ein geteiltes Wochenende, weil ich bis Samstag Nachmittag eine Sitzung aller Landesverbände hatte.
00:02:15: Also alle Landesvorsitzenden sozusagen wie der Bundesrat des BUND schaltet sich da dreimal im Jahr zusammen und das hatte Nachmittags um kurz nach drei oder so was.
00:02:26: Und den München hat es dann schon geregnet, im Oberland hat das geschneit.
00:02:30: Wir hatten auch bis ich würde sagen Samstag Vormittag, zwanzig dreißig Zentimeter Schnee in München.
00:02:35: Dann war Dauerregen und ich hatte meinem Sohn versprochen ins Deutsche Museum zu gehen.
00:02:39: Ich war tatsächlich muss ich ehrlich zugeben noch nie im
00:02:42: Hauptstandort
00:02:43: des Deutschen Museums in München Manchmal im Verkehrsbereich schon, weil mein Sohn totaler Bahnfahrer ist mit seinen fünf Jahren und sehr früh von uns ständig in die öffentliche Verkehrsmittel gebracht wurde.
00:02:56: Und da war ich tatsächlich schwer beeindruckt und freue mich total drauf, dass das wird ja alles renoviert noch bis zum Jahr.
00:03:02: Und dann kommt das erste Bürgerwindrad was wir in Bayern aufgestellt haben stand in Hof und Ich rede seit Monaten davon, Dass das Bürger Windrad ins deutsche Museum kommt.
00:03:11: Echt?
00:03:11: Das würde ein Exponat.
00:03:12: Ja und ich selber war aber noch nie Deutsch Und deswegen hatte ich meinem Sohn versprochen, alles Mögliche dort anzugucken.
00:03:20: An Modelleisenbahnen und Flugzeugen oder Schiffen usw.
00:03:23: Gibt es den Spielbereich
00:03:24: noch?
00:03:25: Da war ich mit meinen Kindern als die Kleinerbahn.
00:03:26: Es
00:03:26: geht unten im Keller.
00:03:28: Ich war wirklich schwer beeindruckt.
00:03:29: wie Klimaschutz umwählt ist.
00:03:34: eine Klimaschutzdemonstration dargestellt mit kleinen Figuren Und auch tatsächlich so wie viel Emissionen jeweils die Verkehrsmittel ausstoßen ist total gut gemacht.
00:03:43: Aber das Versprechen gilt natürlich, ich bin ja auf viele Nürnberg.
00:03:46: Ich war mit meinem Sohn der jetzt fünf ist eben noch nicht hier im Bahnmuseum raus.
00:03:51: Das ist ein
00:03:51: absolutes Muss.
00:03:53: Das kommt dieses Jahr auf jeden Fall.
00:03:54: Wir
00:03:55: schicken weil wir ja Prominente zuhörer haben das Bundeskabinett ins deutsche Museum in den Kinderbereichen und bisschen Nachhilfe in Sachen Emission zu kriegen.
00:04:02: Das Heizungsgesetz zwei Punkt null bringt mich auf den Gedanke
00:04:07: Wie würden Sie sich bei einer zwanziger Jahre Verkleidungsfeier verkleiden?
00:04:12: Da muss ich auch tatsächlich total ehrlich sein und Michael Hussarek beipflichten.
00:04:16: Ich bin seit einem traumatischen Kindergartenerlebnis totaler Faschingsmuffel, weil alle durften sich als Polizisten Cowboys, Sheriffs was auch immer verkleiten mit so Spielzeugpistolen die aber geknallt haben mit so Zündblättchen.
00:04:31: Und ich durfte das aber nicht haben.
00:04:32: von meinen Eltern aus und meine Mutter hat mir in Nachtarbeit über Wochen ein kleine Muckkostüm genäht, was ich nicht anziehen wollte.
00:04:42: Meine Mutter hat mich aber damit in den Kindergarten gemacht und meine Vater hat es mir angezogen.
00:04:48: Rott und Wasser geheult.
00:04:50: Und mein Vater hat dann irgendwann gesagt, ich nehme meinen Sohn einfach wieder mit nach Hause... ...und seitdem habe ich mich tatsächlich auch nicht wirklich verkleidet!
00:04:56: Das
00:04:56: ist mir
00:04:57: rückwärts die Seelenverwandtschaften.
00:05:00: Ich würde wahrscheinlich tatsächlich so gehen wie heute werden.
00:05:04: Vielleicht bin ich das Sack und weglassen.
00:05:07: Ich war dieses Jahr einmal bei einer Faschungsfeier und da habe ich mich, war keine richtige Verkleidung für mich als sehr großer Club-Fan verklagert.
00:05:14: Das würde
00:05:15: ja auch zustande bringen.
00:05:18: Ich gehe zwanzig Jahre des letzten Jahrhunderts.
00:05:20: Da hat der Klub viele Meistertitel gewonnen.
00:05:22: Das ist ein guter Gedanke!
00:05:25: Man muss nur so glaube ich zum Meisterspieler Heini Müller in den Keller.
00:05:28: Da gibt es alles vom L-Lektionismus größerer Fundus als im Museum selbst.
00:05:31: Guter Gedankel!
00:05:33: Menschen die sich Umweltarbeit, Umweltpolitik einsetzen.
00:05:38: Die haben ganz oft so einen Erweckungsmoment an den sie sich zurückerinnern, wo sie sagen da wusste ich das ist ein Thema für die es sich mich engagieren will.
00:05:44: können Sie sich noch zurück erinnern was das war?
00:05:48: Also ich würde sagen Es gibt keinen so ganz richtigen einzigen Moment.
00:05:53: aber extrem prägend waren würde ich sagen zwei Begebenheiten so einmal Ich bin gebürtiger Dresdner Und im Jahrgang, vierundachtzig.
00:06:02: Als ich angefangen habe sehr bewusst Natur wahrzunehmen und mein Vater ist Pfarrer.
00:06:10: Wir hatten keinen Eigenheim oder eigenen Garten sondern wir sind immer raus in die zum Teil neu geschaffenen Nationalpark oder Naturschutzgebiete gegangen.
00:06:19: Und da wurde sehr früh dann einfach und das erleben wir heute wieder extrem Straßenbau vorangetrieben.
00:06:26: Also zum Beispiel die Bundesautobahn A-septzen, überall war plakatiert in Dresden zum Frühstück oder auf eine Tasse Kaffee nach Prag, dass man also wirklich morgens im ganzen Mann Dresdner aufsteht und dann einfach extrem schnell in Prag einen Kaffe trinken kann oder Frühstücken.
00:06:41: Und dafür wurden tatsächlich fantastische Täler, wo Bäche kleine Flüsse waren an denen ich irgendwie Kalkwappen beobachtet Frösche getragen was auch immer habe.
00:06:52: Die wurden halt überbaut und das waren sozusagen meine ersten Auseinandersetzungen mit Infrastruktur-Großprojekten oder damit dass irgendwie Natur ein Stück weit verloren geht.
00:07:03: Dann hab' ich ein freiwilliges ökologisches Jahr auf der Hallig Hoge gemacht Und war sozusagen ein ganzes Stück weit schon den Gezeiten ausgesetzt und war dort einfach fantastisch.
00:07:14: Nationalpark Ranger, Wattführer.
00:07:16: Hab Vögel beobachtet, Kartierungsarbeiten gemacht... ...und da war eigentlich dann klar, wenn ich irgendwie die Chance habe, würde ich total gerne den Großteil meiner Zeit für Natur- und Umwelt einsetzen.
00:07:28: Und warum dann am Ende in Bayern?
00:07:31: Das waren tatsächlich Zufälle!
00:07:34: Ich wollte dort eigentlich nicht so richtig weg, weil das war für mich ein Traumjob.
00:07:38: Aber klar, ein freiwilliges ökologisches Jahr ist irgendwann zu Ende.
00:07:41: Das waren nicht Jahre angelegt und ich hatte eine Zusage sozusagen für Tübingen zum Studieren und in München zum Studiern.
00:07:51: Und dann ist es aber München geworden.
00:07:55: Weil ich den BUND kannte oder die BUND-Jugend bin einfach in der Geschäftsstelle mal vorbeigelaufen, hab mich dort gemeldet und bin von dem damaligen Geschäftsführer angefixt worden.
00:08:07: Und auch tatsächlich nie wirklich weggegangen seitdem.
00:08:11: Deine Karriere kann man ja sagen jetzt ganz oben?
00:08:14: Tatsächlich!
00:08:15: Von mir nicht so erwartet.
00:08:17: ich habe auch ganz brav das Lehramtsstudium zu Ende gebracht.
00:08:20: Hab dann auch noch das zweite Staatsexamen gemacht.
00:08:23: aber dann ist es der Bund Naturschutz geworden und natürlich bin ich heute wahnsinnig glücklich, weil es ein Riesenprivileg ist.
00:08:31: Also ich wäre auch tatsächlich, muss ich ganz ehrlich sagen, total ein Gymnasial Lehrer geworden so.
00:08:35: Ich bin echt mit einem weinenden Auge auch vor allen Dingen aus dem Klassenzimmer gegangen.
00:08:39: im Lehrerzimmer habe ich glaube ich auch das eine oder andere angestoßen an Debatten mit irgendwie fairem Kaffee und Biomilch.
00:08:47: aber Schülerinnen und Schüler wo man merkt da prägt man auch tatsächlich was?
00:08:52: Oder Kinder oder Jugendliche haben auch so, wie Sie gerade gefragt haben nach einem Moment.
00:08:57: Und das hat man natürlich als Lehrer in der Hand sowas auch zu geben.
00:09:01: aber heute sehe ich es natürlich als ein Riesenprivileg eine verantwortungsvolle Aufgabe in so einem Naturschutzverband mit so einer Tradition tatsächlich zu haben und in den Zeiten in denen Natur und Umwelt total unter Druck sind.
00:09:14: Das wäre jetzt meine Frage nach dem Erweckungserlebnis, der hat meinen Kollege gestellt.
00:09:18: Meine ist die nach dem Frust-Erlebnis?
00:09:20: Es muss doch auch irgendwo einen Punkt mal geben, einen Kipppunkt vielleicht sogar offenbar.
00:09:25: Sonst würden Sie den Job nicht weitermachen.
00:09:26: aber es gab ja ein paar Anlässe wirklich zu zweifeln ob das was sie sich an die Fahnen heften als als Bund Naturschutz Ob's wirklich im Sinn macht weil die Rutschläge sind ja momentan gravierend.
00:09:38: Die sind tatsächlich graviernd!
00:09:40: Es gibt wirklich in meinen Augen gar nicht so'n richtigen Frustmoment.
00:09:45: Also es ist wirklich frustrierend.
00:09:48: Ich merke aber schon auch immer wieder, dass das hilft sich an oder sagen wir so wenn man nach hinten schaut in die Vergangenheit und sieht wie sich tatsächlich was wir erreicht haben und wie sich Gesellschaft verändert hat ist es schon insgesamt einfach zu sehen.
00:10:04: sehr sehr positiv.
00:10:05: also weil einfach Auch wenn wir momentan viele Kämpfe tatsächlich verlieren oder es zum Teil, wir kommen bestimmt gleich und darauf dramatisch zurück geht an politischen Errungenschaften die wir eigentlich mal hatten.
00:10:16: Muss man trotzdem einfach konstatieren das Dinge, die wir als ja nicht partei sondern als gesellschaftlicher Akteur der irgendwie versucht seit hundert dreizehn Jahren Gesellschaft zu verändern, also in Menschen das Bedürfnis nach mehr Natur und Umwelt oder nach einem bewussteren Lebensstil.
00:10:34: Nach einem anderen Einkaufsverhalten, nach einem anderen Mobilitätsverhalten – dass Politik darauf ja auch reagiert!
00:10:41: Also wenn wir sehen, wer hätte vor dreißig Jahren gedacht, dass keine Atomkraftwerke mehr in Deutschland gebaut werden, die alle abgeschaltet sind?
00:10:49: Das war eine Macht und tatsächlich eine Entwicklung wo man nicht mit so einem solchen Erfolg wirklich gerechnet hätte.
00:10:59: Wir sehen die erneuerbaren Energien auch bei den Rückschlägen, die es gerade gibt politisch.
00:11:04: Sie sind trotzdem auf dem Siegeszug.
00:11:05: das geht nicht mehr weg wenn wir sehen achtzehn Milliarden Euro.
00:11:09: Wir sind ja grad eine Woche nach Schließung der Biofach der Weltleitmesse für Bioprodukte in Nürnberg.
00:11:15: Achtzehn Milliarden Umsatz an Bio-Lebensmitteln in Deutschland.
00:11:19: Das geht nicht mehr weg!
00:11:20: Zuwachsraten im mittleren, zum Teil hohen einstelligen Bereich... Ich bin gerade mit der Bahn hierher gefahren.
00:11:28: Fergehandelter Kaffee, fergehandlter Tee und Biobier.
00:11:32: Im Bordpistro, in aller Regel auch irgendeine Beilage die man in Bioqualität bekommt.
00:11:37: das geht nicht mal weg.
00:11:39: Und an solchen Erlebnisse oder an solche Entwicklungen Mach ich es natürlich schon auch fest, dass wir einfach erfolgreich sind.
00:11:46: Und auf die Rückschläge kommen wir bestimmt
00:11:47: gleich noch.
00:11:48: Ja man könnte ja auch Club-Fan sein.
00:11:50: Ich lebe hier auch davon.
00:11:51: Das ist so, wo ihr mal gut war.
00:11:53: Ziemlich daran hoch.
00:11:55: Die Klubfrage stellen wir später davor.
00:11:57: jetzt einmal der Dschingel.
00:12:13: Herr Geilhofer starten wir gleich mal mit einem Nürnberger Thema Die Urbane Gartenschau, Schau nicht Show sondern Schau.
00:12:20: Zwanzig Dreißig in Nürnberg.
00:12:22: Top
00:12:23: oder Flop aus Ihrer Sicht?
00:12:25: Also die Chance besteht bei allen Landesgartenschau und dass es top wird einfach vor dem Hintergrund weil wenn es wirklich zukunftsfähig gedacht wird viel für eine Stadt und vor allem für Menschen ja wirklich bedeuten kann.
00:12:41: also wenn wir eine fantastische Rosenschau oder irgendwie die schönsten Tulpen primieren, sondern tatsächlich auch statt verändern dadurch.
00:12:52: Und gerade in Nürnberg, wo wir wirklich auch in Hitze-Tagen und vor allen Dingen in Hitzenächten, in sogenannten Tropennechten merken was es heißt ob wir zwei drei Grad mehr Temperatur haben oder nicht kann die Landesgartenschau, um zwanzig dreißig wirklich eine Chance sein.
00:13:10: Also wenn wir wirklich entsiegeln, wenn wir Bäume pflanzen und wenn wir Konzepte von Schwammstadt auch umsetzen dann kann das eine riesengroße Chance sein.
00:13:23: Und das sehen wir tatsächlich sowohl als Landesverband der wirklich ne total lange Tradition mit Landesgartenschau und hat was auch oftmals ganz viel Engagement bei unseren Kreisgruppen, bei unseren Aktiven, bei seinen Mitgliedern.
00:13:35: und die Kreisgruppe Nürnberg unterstützt das ja auch unter der Maßgabe, wenn es tatsächlich einen echten Mehrwert für die Stadtentwicklung gibt.
00:13:43: Die Nürrberg dringend notwendig hat im Hinblick auf die Klimakrise.
00:13:48: Und Sie sind dann entsprechend eingebunden?
00:13:50: Wie habt man sich das vorzustellen bei so einer Landesgartenschau, die erst in vier Jahren jetzt über die Bühne geht?
00:13:58: Ein Verband wie der Ehrige, der ja einer der größten oder der größte Umweltverband hier in Bayern ist.
00:14:04: Ist er involviert?
00:14:06: Also wir sind grundsätzlich seit Jahrzehnten tatsächlich sozusagen wie strukturell beteiligt auch an so zu sagen wenn es überlegt wird wo die nächsten Landesgartenschauen hinkommen.
00:14:18: also da sind wir sozusagen wirklich seit Jahrzenten über das Umweltministerium einfach oder werden wir gehört oder beteiligen?
00:14:25: Und die Kreisgruppe meines Wissens, wir haben wirklich einen wortgewaltigen und präsenten kreisvorsitzenden Klaus Peter Morawski der ja hier auch schon mal die Ehre hatte zu Gast sein.
00:14:35: Ich gehe fest davon aus dass er und die Positionen der Kreis Gruppe tatsächlich gehört werden weil er in meinen Augen mit der Kreiskruppe auch wirklich ganz konkret seit eher persönlich seit Jahren aber natürlich auch an der Tradition seit Jahrzehnten wirklich auch hier statt mit verändert hat.
00:14:53: Da gehe ich fest davon aus, dass neben unserem Verband auch viele andere tatsächlich auch Bürgerwünsche gehört werden.
00:15:01: damit also so eine.
00:15:02: Landesgartenschirm hat ja auch einfach eine viel größere Rückendeckung wenn Bevölkerung merkt ihnen kommt da wirklich was zugute und so Stichwort Aufenthaltsqualität Es sind ja einfach Dinge, wo die Stadt gut daran tun würde.
00:15:16: Wenn sie wirklich Bürgerinnen und Bürger und dementsprechend auch Verbände hört und sich einbringen lässt um eine gute Gartenschau mit einem Vorzeigewert dann vielleicht für viele andere, die das nachahmen, auf die Straßen hier tatsächlich bringt und die Plätze dieser Stadt.
00:15:37: Michael was ist denn deine Meinung?
00:15:38: Findest du es gut dass gerade so ne Auch jetzt mit Blick auf den Kommunalwahlkampf zu einer Debatte um diese Landesgartenschau entstanden ist, dass die SPD sich so gegen das jetzige Konzept mit vor allem Fokus auf den Burggraben dagegen stellt?
00:15:52: Ich finde es zunächst mal nachvollziehbar.
00:15:55: Die Einstufung als Blümchen-Schau wie es die SPD ja tut, die ist natürlich dem Wahlkampf geschuldet.
00:16:03: Grundsätzlich wäre es schade wenn... So sagt Nasser Ahmed, SPD-Chef und OB-Kandidat.
00:16:09: Das Geld nur im Burggraben versenkt wurde.
00:16:12: Persönlich halte ich von der Aussage deshalb relativ wenig weil sie einfach nicht stimmt.
00:16:16: das Konzept ist eines dass die ganze Stadt in Sachen Klima Resilienz etwas stärken soll so wie Herr Geilhofe gerade auch gesagt hat es geht um Schwammstadtkonzepte und Ähnliches aufzugreifen.
00:16:27: die Südstadt keine Oase des Grünes ist besser anzubinden, wenn das so kommt.
00:16:33: Wie momentan es von Grünen und CSU gesagt wird glaube ich ist die Kritik weitgehend substanzlos.
00:16:39: Dennoch war's wichtig darauf hinzuweisen weil die Gefahr schon immer da ist es dann bei Rosen und Holten zu belassen und das kann man in Nuremberg mindestens ausschließen.
00:16:47: nach der Kritik.
00:16:49: Das gerade die Nürmiger Südstadt angesprochen hat gibt ja gerade ein Thema einen Platz der begrünt werden soll der Nelson Mandela Platz, da soll ein Baum mehr gepflanzt werden.
00:16:59: Ich glaube die Summe, die dafür dieses Gesamtkonzept irgendwie im Raum steht zur Begründung sind siehunderttausend Euro.
00:17:05: Da hat die Frage an Sie dieses Thema Plätze begrünen für so ein wenige Bäume?
00:17:13: auf den ersten Blick so viel Geld als Bäume.
00:17:15: Acht Bäume?
00:17:15: Genau!
00:17:16: Einer knapp hundertausend Euro wenn man das auch wieder sozusagen polemisieren würde.
00:17:20: Ja genau.
00:17:21: Wie stehen Sie denn da als Bund Naturschutz dazu zu dieser ganzen Frage Städtische Plätze, Aufwand ertrag.
00:17:28: bringt es wirklich was da in die Begründung zu investieren?
00:17:32: Ganz klar.
00:17:33: Und die Zahl habe ich natürlich auch gehört mit oder gelesen mit den siebenhunderttausend Euro und... Ich bin mir sehr sicher, dass Michael Husserek das ja auch gerade überspitzt hat!
00:17:43: Mit sozusagen hunderteusend euro für einen Baum.
00:17:47: Nach meinen Informationen und natürlich auch nach einem gesunden Menschenverstand.
00:17:52: Das meiste Geld verschlingt sind die Umbauarbeiten, was man lange gehofft hatte.
00:17:59: Dass das mal eine andere Nutzung erfährt in Kaffee oder den Begegnungsplatz, was so jetzt nicht kommt.
00:18:06: und deshalb die Überlegung da Bäume zu pflanzen macht total Sinn.
00:18:10: einfach weil Bäume um es ganz knapp zu sagen ja wirklich das weiß lernen Kinder im Kindergarten oder spätestens in der Grundschule dass Bäume auch für saubere Luft verantwortlich sind.
00:18:19: Deswegen kann in der Stadt wie Nürnberg Michael Husarek auch gesagt mit der Südstadt wirklich zählt jeder Baum, wenn er jetzt tatsächlich in den nächsten Tagen Bäume in großen Kübeln aufgestellt einfach um tatsächlich nicht nur irgendwie grün sichtbar in die Stadt zu bringen sondern tatsächlich auch die Leistung in die Bäume Erbringen in der Stadt, dann in der Innenstadt wirklich zu haben.
00:18:41: Insofern wenn wir überlegen was graue Infrastruktur an Millionen oder Milliarden ja verschlingt sind in meinen Augen siebenhunderttausend Euro für die Umgestaltung eines Platzes, der sozusagen für den Klimaschutz etwas bringt, der für die Aufenthaltsqualität für die Temperaturen wirklich was bringt macht total Sinn.
00:19:00: und nach meiner Auffassung sind die vielen hundertausend Euro davon oder der Diagnosteil vielleicht zwei Drittel oder so sicher für die Entsiegelung, für die Pflasterarbeiten.
00:19:09: Für was auch immer denn so teuer.
00:19:11: also da müsste man schon Bäume mit Helikoptern wahrscheinlich aus dem Regenwald holen und hier herfliegen dass das irgendwie diese Summen dann wirklich recht fertigen würde was sich ja keiner vor hat.
00:19:23: Und um nur ein Fakt noch zu nennen, wir machen regelmäßig an Hitzetagen so Temperaturmessungen in den verschiedenen bayerischen Städten und da sieht man ganz klar Temperaturunterschiede von zwei drei manchmal sogar dreieinhalb Grad.
00:19:36: Ob ich halt hier Nürnberg auf dem Hauptmarkt auf dem Kornmarkt messe oder eben einem Schattenplatz an der Wiese das kann man ganz klaren nachweisen.
00:19:47: und jeder der mal hohes Fieber hat oder kleine Kinder hat weiß zwei, drei Grad machen denn.
00:19:53: Also eigentlich schon ein oder anderthalb Grad machen für besorgte Väter oder besorgten Mütter einen extremen Unterschied ob das Kind vierzig- oder vierzig-einhalb Fieber hat.
00:20:03: und so ist das halt beim Menschen auch also wenn sie in der Innenstadt leben und krasse Truppennächte haben da machen halt zwei drei grad.
00:20:10: was mit Alten und tatsächlich Gefährdeten also Menschen die tatsächlich gesundheitlich gefährdet sind mein Augen macht das total Sinn.
00:20:20: Man muss die siebenhunderttausend, man kann die auch auflösen.
00:20:22: Es sind so in der Tat knapp zwehundertausend, die in die engere Baumpflanzung fließen.
00:20:27: Der Rest ist ich für einfach wieder eine Art Unterbotenschutz.
00:20:30: Man musste den Platz ja erstmal sozusagen ertüchtigen um Bäume zu ermöglichen und das kostet ziemlich viel Kohle.
00:20:38: Und viel Geld fließt auch dahinein – auch das ist ja Ausfluss unserer gesellschaftlichen Realität –.
00:20:45: Ich nenne es mal abzudichten, dass man sehr nah ran kann bei Demonstrationen.
00:20:49: Bei einer Belebung des Platzes und insofern... Ich glaube schon, dass das richtig ist.
00:20:57: Interessant fand ich den Aspekt, den Sie gerade genannt haben, innerstädtische Bäume ganz wichtig in Nuremberg.
00:21:01: bis vor Kurzem hatte so das Attribut Nurengberg kann keine Plätze.
00:21:06: wahrscheinlich nicht ganz zu Unrecht gab es dieses Siegel, das nie offiziell verliehen wurde und die Stadtpolitik enorm fuchst.
00:21:13: persönlich glaube ich, dass es zurecht vergeben wurde und es hieß dann immer naja wir haben ja diesen Reichswald außen rum So wie ich Sie verstehe, das eine nicht antasten Reichswald.
00:21:24: Das andere aber dennoch tun Bäume in die Stadtpflanzen.
00:21:26: ist es so korrekt?
00:21:28: Bei beides tatsächlich notwendig ist also der Reichswalt ist ja tatsächlich die zentrale Frischluftschneise neben dem Knoblauchsland oder Kornburg noch die Nürnberg einfach tatsächlich braucht um zu überleben in den nächsten Jahrzehnten.
00:21:47: Und der Reichswald ist seit über fünfzig Jahren massiv bedroht.
00:21:51: Wir kommen bestimmt später noch auf verschiedene Eingriffsprojekte und deswegen kämpfen wir tatsächlich seit Jahrzehnten, seit über fünfzig Jahren auch eben zum Beispiel mit dem Reichswalt fest.
00:22:02: Ich glaube es ist dieses Jahr elfter, zwölfter Juli um zum einen Erfolge immer wieder zu dokumentieren und zum anderen aber auch wie Sandabbau in Altdorf wirklich zu thematisieren wo eben viele Hektar bedrohzt sind.
00:22:16: Und deswegen müssen wir wirklich gerade für die Frischluftzufuhr, auch für den Naherholungsraum.
00:22:23: Auch für das Wasser tatsächlich den Reichswald um Nürnberger rum schützen und zum anderen aber natürlich auch innerstädtisch wirklich das tun was gerade eben noch schon angesprochen worden ist.
00:22:33: Haben Sie einen Eindruck dass dieser Reichswalt geschützt ist?
00:22:35: Ich sprach grad von Eingriffsprojekten am.
00:22:38: eines genannt jetzt bei Altdorf der Sandabbau.
00:22:42: Es gab mal vor Langem, das ist tatsächlich beerdigt.
00:22:45: Diese Idee von der Autobahn A-III mit Zufahrt zum Nürnberger Flughafen zu machen, scheint mir durch ein Moratorium, dass offenbar ein Endlosdatum unter sich trägt, beerdigd zu sein?
00:22:59: Haben Sie Angst, dass es wirklich zur Eingriffung kommt?
00:23:02: Jetzt insgesamt beim Reichswald weiter!
00:23:04: Ja klar also ich hoffe auch tatsächlich was die Anbindung gerade anbelangt... Wirklich, also seit Jahrzehnten tatsächlich Thema.
00:23:11: Tatsächlich total spannend.
00:23:12: ein sehr lieber Kollege von mir der aus Nürnberg kommt und wir setz mal jetzt Energiereferent ist erst bis zum Thema wieder in der Dienstbesprechung durch unseren Mittelfrankenreferenzen Jonas Kaufmann hatten Sagt ihr dann so, das war schon Thema.
00:23:26: Dann haben wir schon gekämpft als ich Abitur gemacht habe oder vielleicht sogar noch früher.
00:23:30: also insofern bin ich wirklich guter Dinge dass das wirklich nicht kommt und dass es dieses Moratorium weiter gibt.
00:23:37: aber natürlich ist es durch Straßenbau dann durch die große Juraleitung dann gab's ja auch mal Debatten um den weiteren Amazon Standort der Sandabbau Die Staatsstraße tatsächlich nach wie vor massiv bedrohtes.
00:23:51: und weil sie von so nach Frustmomenten fragten ein wirklich, ein großer Erfolg ja in den letzten Jahren war wirklich die Verhinderung des ICE-Ausbesserungswerks.
00:24:01: Obwohl wir wirklich absolute Bahnfreundinnen und Bahnfreunde sind.
00:24:05: aber wo jetzt sehr deutlich geworden ist oder es sieht zumindest sehr danach aus dass die Bahnen dieses Ausbesserungen gar nicht irgendwo in Deutschland bauen muss weil sie durch zunehmende Digitalisierung und durch Effizienzsteigerungen tatsächlich die anderen Werke so auslasten kann das Wir hier wirklich ungefähr fünfzig Hektar Reichswald geschützt haben.
00:24:25: Und damals ja auch wirklich mit einer Alternative, also wo wir wirklich gesagt haben die Stadt und die Bahn und der Freistaat hätten mit dem Hafen und drum herumliegend wirklich, wo ja auch die Bahngesagt hat das prüfen wird es ist grundsätzlich möglich wir brauchen nicht unbedingt fünfzig hektar wir kommen auch mit drei zwanzig fünfundzwanzig siebenundzwannzig hekter klar und das war für uns wirklich weil wir uns mit so einer Alternative eingebracht haben und der Reichswald so bedroht ist.
00:24:51: Und tatsächlich für Klima, für Wasser, für Naherholung so zentral wichtig ist ein Riesenerfolg.
00:24:56: Und glaube ich kommt wirklich den Bürgerinnen und Bürgern von Nürnberg echt zugute.
00:25:01: Diese eine Alternative finden.
00:25:03: wie wichtig ist es in ihrer Arbeit?
00:25:05: Ich glaube, weil alles was gegen alles was beispielsweise jetzt Häuser bauen und so weiter.
00:25:12: Da steht ja der Bund Naturschutz grundsätzlich nicht dagegen, sondern er ist sich über die Wohnungsnot bewusst.
00:25:17: wie viel Anteil an ihre Arbeit hat es?
00:25:19: Nicht nur auf das Problem hinzuweisen, sondern immer auch gleich ein Alternativvorschlag zu präsentieren.
00:25:25: Das da würde ich sagen bin ich oder sind wir auch als verbanden bisschen ambivalent?
00:25:29: weil Ich finde unsere Rolle oder so verstehe ich sie für unseren Verbandes habe ich hervorhin schon so ein bisschen gesagt Wir müssen Druck machen und Lust auf Veränderung also Menschen motivieren, andere Entscheidungen zu treffen im Alltag und dementsprechend politisch Verantwortliche ein Stück weit auch herauszufordern.
00:25:48: Wir sind ja gerade kurz nach dem achten Geburtstag des Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt für ein besseres Naturschutzgesetz so rettet die Biene-Volksbegehre und politisch verantwortlich haben darauf reagiert.
00:26:01: Und das ist unsere Hauptarbeit sozusagen Pressuregroup zu sein also unsere Basis zu mobilisieren und weit darüber hinaus Menschen auch auf die Straßen, auf die Plätze dieses Landes zu bringen um politisch Verantwortliche herauszufordern anders zu entscheiden.
00:26:21: Und die Beispiele gerade jetzt gibt es ja genug.
00:26:24: und trotzdem ist in so einem Konflikt nicht direkt immer sagen zu müssen wir haben diese und jene Idee weil da würde ich wirklich sagen Wir sind ein Interessensvertreter für Natur- und Umwelt.
00:26:33: also und dafür gibt es nicht viele Das ist unsere Hauptaufgabe.
00:26:38: Interessen von, oder wir hatten jetzt gerade ganz viel Reichswald ... Wir haben aber genauso das Wasser, wir haben genauso Tierarten die keine Stimme in dem Sinne haben und denen versuchen wir eine Stimme im politischen Alltag zu geben.
00:26:52: Und trotzdem ist es in der Situation wie bei dem ICE-Werk halt gut in der politischen Auseinandersetzung zu sagen, wir führen Gespräche, wir reden mit der Bahn, wir sprechen mit politisch Verantwortlichen.
00:27:02: Es gibt innerstädtisch oder im Stadtgebiet, oder um Nürnberg drumherum Alternativen.
00:27:06: Bitte prüft die!
00:27:07: Weil eben viel zu selten in der aktuellen Situation nach echten Alternatifen geprüft wird weil es eben heißt in diesem Land geht nichts mehr voran das muss alles viel schneller gehen.
00:27:17: wir brauchen ein Infrastruktur-Zukunftsgesetz Wir müssen die Verbände beschneiden in ihren Klagerechten Menschen in ihren Beteiligungsrechten Das ist ein Riesenproblem dann am Ende die Kompromisse nicht mehr so tragfähig sind und eben zum Beispiel Reichswald oder auch anderen Orts, Wälder einfach als verfügungsmasse genommen werden.
00:27:35: Das ist aber unser Wald.
00:27:37: also der Reichswalt gehört uns allen das ist Bürgerwald und dass ein Investor egal wer nicht einfach hingeht und sagt da gibt es ja nicht viele die irgendwie dagegen reden das ist quasi Wald der gehört dem Staat.
00:27:50: wir nehmen den Staat fragen ihn ob er Fünfzehn, fünfzehn-zwanzig Hektar einfach benutzen können.
00:27:56: und der Staat sagt naja ist ja dort viel einfacher.
00:27:59: Da gibt es keine Grundstücke die irgendjemanden privat gehören da müssen wir keine Enteignungsverfahren durchführen sondern das ist irgendwie Start.
00:28:06: Wir geben euch das und dafür erheben werden Stimme.
00:28:08: Und gerade bei einem Mobilitätswende Projekt wie bei der Bahn war das für uns tatsächlich als Umweltverband total gut dass miteinander zu diskutieren und eine echte Alternative zu prüfen.
00:28:20: Und dann auch sagen zu können, es ist an der politischen Entscheidung gestorben und nicht weil der Bund Naturschutz in Einflusschen nur den Wald gerettet hat sondern es hätte ja auch politische Entscheidungen geben können.
00:28:31: so Ja wir machen das!
00:28:33: Wir nehmen den Hafen die Firmen die dort waren da finden wir Alternativen um.
00:28:38: wir schützen miteinander einen Fünfzig Hektar Reichswald und haben hier trotzdem ein tolles Infrastrukturprojekt.
00:28:44: Politisch hat sich niemand dahinter gestellt und die Bahn hat ihre Digitalisierung, die tatsächlich dringend notwendig ist vorangetrieben.
00:28:52: Und jetzt gemerkt... ...die Standorte oder der Standort Nürnberg war gar nicht notwendig.
00:28:56: Das ist natürlich für uns als Verband schon auch ein großer Erfolg zu sagen Schaut mal wir haben Akteure gezwungen effizienter zu werden und jetzt eine bessere Entscheidung zu haben.
00:29:05: Fünfzig Hektar Reichswald Aber
00:29:07: lesen die Menschen das?
00:29:08: Oder verstehen die Leute das...?
00:29:09: Glauben Sie, oder wie viel ist es einfach diese Kommunikation die man dazu machen muss um zu erklären?
00:29:14: Das ist jetzt nicht an uns gescheitert.
00:29:16: Es war eine politische Entscheidung und jetzt stellt sich heraus das braucht's gar nicht.
00:29:20: also Wie viele Nachkommunikation ist denn da eigentlich nötig um das den Leuten zu erklären dass Da Nichtes falsche hängen bleibt
00:29:26: wir sind natürlich auf sie angewiesen Oder dass sie uns mal einladen wie hier aber Natürlich auch Dass sie Darüber Schreiben gerade Qualitätsjournalismus Und Menschen Natürlich Die Die das lesen oder die dafür sich die Zeit nehmen, die dafür noch Geld in die Hand nehmen.
00:29:39: Das ist wirklich etwas für mich tatsächlich gerade persönlich aber auch für uns als Verband ein Riesenthema weil wir massiv Desinformationskampagnen haben, die Menschen verunsichern, die nur noch auf Emotionen hören Auf Sachen, die ihnen auf irgendwelchen Social Media Kanälen oder Messenger Gruppen vorgeschlagen werden und eben es viel zu kurz kommt Auch die Aufmerksamkeit sozusagen der halb um eine Nachricht Der so schnell dann wieder vorbei ist.
00:30:05: fragen Sie auf der Straße Menschen, ob sie sich überhaupt noch an die Auseinandersetzung um das ICE-Werker erinnern und was dann der Grund war.
00:30:12: Und wo es vielleicht heute steht oder ob es überhaupt gekommen ist?
00:30:17: Das ist tatsächlich eine Riesenaufgabe!
00:30:19: Und Sie haben selber gemerkt, ich habe gerade bestimmt drei Minuten... Ich hab nicht auf die Uhr geguckt aber drei Minuten gebraucht, um diesen Sachverhalt zu erklären.
00:30:25: Vielleicht hätte ich's auch in einer Minute geschafft, aber in einem Minuto oder anderthalb hätte ich bestimmt gebrauchen.
00:30:31: Insta Reels sind fünfzehn, zwanzig, dreiche Sekunden TikTok-Videos auch.
00:30:35: Das müssen wir tatsächlich auch lernen, knapper diese Botschaften rüberzubringen, dass die dann wiederum vielfältig geteilt werden und natürlich Journalisten und Journalisten, die das aufgreifen darüber schreiben oder das auch nochmal in Erinnerung rufen und sagen erinnert ihr euch noch was damals in Gefahr war?
00:30:52: Und wie wir hier gerade zu dritt, glaube ich, sitzen eine Riesenherausforderungen.
00:30:56: Aber es ist ja eine Rolle, die wir als Medienhaus tatsächlich einnehmen wollen Viele andere Qualitätsmedien auch, das ist jetzt kein singulärer Punkt der Numberger Nachrichten.
00:31:04: Aber mein Eindruck ist die anderen, die sind erfolgreiche.
00:31:09: also wenn man die Klimapolitik sich auf der Bundesebene anguckt dann ist es ja sehr einfach zu konstatieren Es gibt einen Rückschritt nach dem Anderen und der Klimaaspekten.
00:31:19: Der Jüngste war eben des Nachfolgegesetz für das sogenannte Heizungsgesetz Das er am Ende mehr oder weniger wieder freie Hand lässt.
00:31:27: Man kann sich in den Keller bauen lassen, was man mag.
00:31:30: Es gibt ein paar Einschränkungen aber dann doch sehr wenige.
00:31:34: Woran liegt es?
00:31:35: Dass wir diesen Rollback haben als es in anderen Themen präsentert ist eine Binse.
00:31:40: die Menschen machen sich mehr Sorgen um den Aspekt Sicherheit.
00:31:43: der ist gerade omnipräsent Aber das ist ja allein.
00:31:46: also Erklärung meines Erachtens zu dünn dass die Klimapolitik so im Ranking down gecreated wurde.
00:31:52: Was ist da ihre Interpretation des Musiker beschäftigen?
00:31:56: Ja Also uns beschäftigt sich das massiv vor dem Hintergrund, dass wir ja wirklich vor vielen Jahren Millionen auf die Straße gebracht haben für Klimaschutz und dass wir das während sie ähnlich erlebt haben bis tief in konservative Kreise.
00:32:12: Ob bei einem Familienfest oder bei einer Veranstaltung, ob in der Arbeit kamen Menschen wenn irgendwie das zum Thema wurde beim Klimaschutz da müssen wir schon irgendwas machen.
00:32:22: also ob das alles so wahr ist ob das wirklich alles so schlimm wird haben vielleicht viele Fragezeichen gemacht, aber dass grundsätzlich etwas zu tun ist.
00:32:31: Die Erderhitzung tatsächlich zu stoppen oder zu verlangsamen – das war ganz breiter Konsens.
00:32:36: und das ist heute natürlich durch Donald Trump, durch Viktor Orban, durch massiv von Öl- und Gasfirmen weiterhin investierte Kampagnen den Klimawandel zu leugnen und zu sagen, das gibt es gar nicht.
00:32:54: Diese Wetterphänomene haben eine ganz andere Ursache.
00:32:58: Donald Trump ist vor der Weile rumgelaufen hat gesagt die Wirbelstürme im damals noch Golf von Mexiko.
00:33:03: dafür sind die Demokraten in Washington verantwortlich und selbst dort haben viele oder die Mehrheit sogar Donald Trump gewählt.
00:33:10: Und wir haben natürlich auch in Deutschland Menschen, die zunehmend mehr wieder hinterfragen.
00:33:16: Ob es das überhaupt gibt und das kommt bei Menschen an.
00:33:20: Herr Husarek hat ja gerade von dem Schneeerlebnis vom letzten Wochenende erzählt Wenn sowas bewusst dann wieder getragen wird gesagt Ja Wir hatten gerade dreißig Zentimeter Schnee.
00:33:30: Das hat's ja lange nicht gegeben.
00:33:31: Ist ja alles wieder gut, ne?
00:33:33: Dieses Jahr ist es wieder gut.
00:33:34: oder eben auch wir viele Politikerinnen und Politiker haben die ich nehme jetzt mal das Ereignis dass es im Hochsommer auf der Zugspitze schneit was bei der Höhe völlig normales das hatte sie immer gegeben so ungefähr aber diese Nachricht genommen wird.
00:33:47: schaut man den Klimawandel gibt gar nicht.
00:33:49: Die Wissenschaft hat Unrecht denn Im Sommer regnet's obwohl Hitzeperioden vorausgesagt sind und auf der Zugspitze schneits sogar Unsicher-Totalbevölkerung.
00:33:58: Und darauf fußt momentan auch ganz viel politische Arbeit zu sagen, schaut mal das ist alles gar nicht so.
00:34:06: wir können eigentlich weitermachen wie bisher und das ist tatsächlich Stichwort Zulassung von Verbrennern über zwanzig fünfund dreißig hinaus Zulassungen wieder von Gasheizungen.
00:34:15: wo ich aber wirklich widersprechen würde Das Thema ist nicht ganz weg.
00:34:20: Das Thema bei den Menschen nach wie vor unter den Top-Five, vielleicht ist es auch mal Platz Nummer sechs oder Platz Nummer vier aber vor allen Dingen in der Verbindung zu Sicherheit also Energieautarkie.
00:34:33: Also tatsächlich wo kommt unsere Energieversorgung her?
00:34:36: Ist das ein Sicherheitsaspekt, ist das bezahlbar?
00:34:40: Ist das sowieso unter den Top Five und selbst sozusagen Sorge auch gerade bei Jugendlichen vor Klimaveränderungen, vor einer guten Zukunft in einem sicheren Erdsystem.
00:34:51: so ungefähr ist das nach wie vor nicht weg.
00:34:53: Aber
00:34:54: es drückt sich noch nicht wenn ich das sagen darf im Wahlverhalten aus.
00:34:57: Wenn man da die Wahlpräferenzen sich anguckt dann gibt's eine Gruppe die relativ AfD-Affinis bei Jungwählerinnen.
00:35:03: Es gibt eine andere die relativ affinen für Die Linke ist beides Parteien, die nichts verbindet aber jetzt auch nicht die Speerspitze der Klimaschutzbewegung wären.
00:35:14: Also da kann man ja sagen das eine Rolle, die im politischen System die Grünen lange Zeit eingenommen haben sie immer noch einnehmen Aber die bei Jungwählerinnen sehr schlecht performen in dieser Zeit.
00:35:25: Wie ist es zu erklären?
00:35:26: Ich nehme es auch so wahr dass es ein Thema ist Bei mindestens jüngeren Bevölkerungsgruppen aber Es findet keinen Ausdruck in der politischen Abstimmung.
00:35:35: In meiner Umstellung ist das ganz klar Machtpolitik.
00:35:38: Wir haben eine älter werdende Gesellschaft, wir haben weniger Jüngere die wählen und dementsprechend versucht man auch Stichwort Mütterrente Und vieles andere, man versucht gerade eher eine ältere Klientel mit Wahlgeschenken tatsächlich zu bedenken.
00:35:52: Wilde
00:35:52: zustimmen quasi?
00:35:54: Also sozusagen die älterer Gruppe wilde zustümmen und für sich zu gewinnen
00:35:58: hat.
00:35:58: Ich finde das gerade das gestern veröffentlichte oder vorgestern Gebäude Modernisierungsgesetz was ja den Ursprung in der großen Koalition noch hat.
00:36:08: also Vorvorgängerregierung jetzt zu sagen, ihr könnt einfach die Gasheizungen weiterlaufen lassen.
00:36:14: Ihr könnt wenn jetzt in eurem Eigenheim, ihr seid gerade in Rente gegangen oder seid schon etwas betagter aber die Heizung muss dem nichts erneuert werden genau diese Menschen will man ja abgreifen gerade und sagt ihr müsst dann keine größere Investitionen machen, sondern ihr könnt einfach noch die etwas günstige Gasheizung einbauen.
00:36:33: Weil die nächsten Jahre – ich nehme jetzt mal wirklich die ältere Bevölkerung, die eben zehn Jahre gut oder halbwegs gut die Gaspreise und dementsprechend eine rentable Gasheizung für die nächsten Jahre noch einbauen lassen kann.
00:36:49: Die werden damit bedient, aber diejenigen, die sozusagen in den nächsten zwanzig, dreißig Jahre in dieser Wohnung nämlich tatsächlich... Und das ist ja das Dramatische!
00:36:58: Dass wir jetzt auch Förderungen gestrichen bekommen, die Gebäude modernisiert.
00:37:02: Wer im gedämmten Haus wohnt?
00:37:04: Also wer schon so lange in einem Haus wohnte der sowohl die Heizkosten vor der Dämmung als auch nach der Dämmung erlebt.
00:37:12: Der sieht, was es an Euros jeden Monat oder in der Nebenkostenerbrechnung am Ende, also am Beginn des neuen Jahres ... Das sieht man ja!
00:37:20: Das ist einfach eine soziale Frage auch.
00:37:22: und wenn Sie fragen sozusagen wen bedient man da gerade?
00:37:25: Oder wem nutzt das?
00:37:26: Ja, das nutzt den älteren Menschen, die tatsächlich sozusagen mit überschaubar steigenden Gaspreisen die nächsten Jahre vielleicht noch halbwegs leben können, aber die Menschen, die tatsächlich jetzt eigentlich investieren wollen und sagen können natürlich lohnt sich auf den nächsten Jahrzehnte eine Wärmepumpe und eine Dämmung meines Hauses oder meiner Wohnung viel mehr.
00:37:45: Das ist einfach ne soziale Frage!
00:37:46: Und man macht damit tatsächlich gerade einfach noch große Geschenke denen, die damit verdienen?
00:37:52: Natürlich gibt es Gasnetzbetreiber, natürlich gibt es Energieversorger, die gaslos werden wollen, die Öl loswerden wollen.
00:38:00: Das ist ja keine Frage, aber damit bedient man genauso wie bei den Verbrennern gerade noch eine Klientel obwohl völlig klar ist die Zukunft ist elektrisch bei der Mobilität.
00:38:11: Die Zukunft bei der Heizung und bei der Wärme sind erneuerbare Energien.
00:38:16: das ist ja völlig klar.
00:38:17: da müssen wir nur in andere Länder schauen.
00:38:19: Aber für den kurzfristigen Erfolg- und Wahlgeschenke nimmt man jetzt genau diese politischen Entscheidungen
00:38:28: Was aber ja bedeuten würde, wenn ihre These sehr plausibel ist.
00:38:33: Stimmt das es einfach eine Wattezeit gibt für Bund Naturschutz und alle Menschen die ein Klimapolitik Interesse haben und die Phase irgendwann dann überbunden ist?
00:38:42: Wenn die Generationen jetzt jünger sind älter werden und ihr Bewusstsein nicht verliert,
00:38:47: dann
00:38:47: müsste sie in der Klimapolitik wieder zu anderen Maßnahmen
00:38:51: kommen.
00:38:52: Also, da könnten wir jetzt Wetten abschließen oder vielleicht bleibt der Podcast lange halten auf den Kanälen.
00:38:58: Veröffentlichen und dann unterhalten wir uns tatsächlich noch mal in oder schauen zurück in vier fünf sechs Jahren.
00:39:03: aber ich bin mir absolut sicher dass wir ja politische Entscheidungen wieder genau diese Richtung bekommen.
00:39:08: wenn wir mal noch kurz zum Naturschutz kommen, dann werden wir das genauso bekommen.
00:39:13: Wir werden wieder Ausweisungen von Schutzgebieten bekommen ob in Nürnberg oder in Franken.
00:39:18: Wir werde eine Biosphäre spessart mit Sicherheit irgendwann bekommen genau so wie weitere Nationalparke oder Nationalpark Erweiterung.
00:39:25: Das ist einfach gerade ne gesellschaftliche Phase.
00:39:28: und weil sie vorhin Herr Hussarreger einstiegen mit was gibt es für Frustmomente?
00:39:32: Naturschützerinnen und naturschutzer Vorjahrzehnten hatten ja auch wahnsinnige Frustmomente.
00:39:37: Ob in Wackersdorf, ob beim Nationalpark Bayerischer Wald vor über fünfzig Jahren.
00:39:41: Beim Nationalpark Berchtesgaden vor knapp fünfzig Jahre.
00:39:44: Das waren ja wahnsinnige Kämpfe, wahnsinnigere Auseinandersetzungen und am Ende des Tages sind alle glücklich!
00:39:50: Alle sind hochzufrieden mit dem Nationalpark bayrischer Wald im Nationalpark Bergdesgaden.
00:39:55: Extreme Zustimmungsraten ein Wirtschaftsfaktor und er war unfassbar umkämpft.
00:40:00: das kann man sich heute kaum mehr vorstellen.
00:40:03: Also fast abgemildert ist das heute der Fall, aber was sozusagen darüber liegen tatsächlich ist es.
00:40:09: Was die was tatsächlich was vorhin mein Thema war mit den Desinformationskampagnen und das anderes tatsächlich sozusagen auch noch etwas vorne ich sehr am Anfang angesprochen hatte so dass alles schneller gehen muss.
00:40:19: wir müssen deregulieren wir müssen Am Ende des Tages das Recht des Stärkeren.
00:40:23: Wir müssen einfach Wald als Verfügungsmasse nehmen, damit wir einen Straßenbau voranbringen und dieses oder jenes gerade tun können.
00:40:31: Das sind zwei größere Gefahren, die ich sehe, die es so vielleicht über die Jahrzehnte nicht gab, die doch ein ganzes Stück neu sind.
00:40:39: Ich habe noch einen Nürnberger Thema, wo ich gerne noch fragen würde ... Wo Sie da die Alternative sehen?
00:40:45: Das ist der Bebauungsplan in Wetzendorf Bund Naturschutz jetzt Normenkontrollantrag gestellt hat beim Verwaltungsgericht.
00:40:55: Warum passiert es?
00:40:57: Warum sozusagen so Baugebiete noch ausgewiesen werden
00:41:00: oder warum der?
00:41:01: Warum stellt sich der BN generell dann gegen ein Baugebiet, weil ja klar ist die Mieten wären immer teurer.
00:41:06: Nürnbergs wollen immer mehr Leute in die Stadt ziehen.
00:41:09: wir brauchen neue Baugebete.
00:41:10: Warum wird sich dann gegen eins wo sich dann irgendwann durch geringt wurde da was zu machen und dann dagegen gestellt?
00:41:15: Also was heißt für uns?
00:41:19: Für die Stadt Nürnberg, diese Flächen dort in Wetzendorf auch eine Bedeutung haben.
00:41:26: Und wir vielleicht ähnlich wie bei dem Bahnausbesserungswerk vorhin, gerade wirklich den Druck erhöhen wollen auf die Stadtspitze und auf die Planerinnen und Planern zu gucken gibt es nicht bessere Alternativen.
00:41:38: Also dass wir Wohnungsbau in in den Regionen ob in Nürnberg oder München oder vielen anderen Regionen wo wir einen großen Zuzug haben das wir den brauchen ist überhaupt keine Frage.
00:41:49: aber die Frage sehr tatsächlich können wir uns noch leisten solche Baugebiete auszuweisen mit den Nebenkosten oder Folgekosten, oder Folgeproblemen die wir dann tatsächlich haben.
00:42:01: Das ist denke ich gerade vorne der Bund Naturschutzkreisgruppe in Nürnberg.
00:42:04: Gerade das Ansinnen Druck aufzubauen für bessere Alternativen um tatsächlich ob Frischluft oder ob Wasser, ob Biodiversität tatsächlich da noch gerade zu schützen und zu gucken ob es nicht bessere alternativen wirklich gibt.
00:42:18: Und das ist natürlich wahnsinnig unbequem bei alle unter den hohen Mieten leiden, weil alle zu wenig Wohnraum leiden.
00:42:24: Ich sage dass selber auch als junger Familienvater.
00:42:26: ich glaube wirklich, dass Familienentscheidungen mittlerweile vom Wohnraum abhängig sind.
00:42:32: Also können wir uns ein zweites Kind und ein drittes Kind tatsächlich leisten?
00:42:39: Einzimmer größere Wohnung oder zweitzimmert größerer Wohnung, das können wir uns nicht leisten umzuziehen.
00:42:43: Weil wir dann den doppelten Mietpreis hätten von dem was wir gerade haben zu.
00:42:47: Das ist ich sehe es als echtes Problem und will dafür auch als Bund Naturschutz zur Verfügung stehen miteinander in diese Debatten gehen und auch wirklich konstruktiv Und mit alternativen Prüfungen.
00:42:58: Wir versperren uns überhaupt nicht der Thematik, aber die Frage ist eben tatsächlich was opfern wir und welche Probleme haben wir dann nachfolgend zu solchen politischen Entscheidungen?
00:43:08: Die man in meinen Augen eben nicht mehr so leichtfertig wie vor paar Jahren oder ein paar Jahrzehnten tatsächlich treffen kann.
00:43:14: Jetzt hat mal diesen Podcast fast beendet ohne einmal das Wort Franken-Schnellweg mit uns zunehmen... ...was natürlich nicht geht wenn der BN Chef hier sitzt!
00:43:25: Lohnt es noch über dieses Bauprojekt zu Reden, Herr Geilhofe?
00:43:29: Oder finden wir uns irgendwie alle damit ab dass er kommt der Frankenschnellweg.
00:43:34: Der kreuzungsfreie Ausbau wie heißt
00:43:36: ja
00:43:36: also ich werde tatsächlich erst mal hier in dem Podcast auch erwähnen das die fünfzehntausende Unterschriften gesammelt sind oder sehr viel mehr als diese, die werden morgens
00:43:50: übergeben.
00:43:50: Der Podcast wird Donnerstag Vormittag gerade aufgezeichnet.
00:43:53: Ich weiß nicht genau wann der live geht.
00:43:58: Also insofern wir sind total glücklich, dass das ja doch in kurzer Zeit und mit einem breiten Bündnis geschafft worden ist.
00:44:03: Und wir auch wirklich eine Debatte haben.
00:44:06: Ich hatte erst letztens eine Debatte tatsächlich auch mit Günther Wegstein, der sagte Herr Geilhoff, das war schon in meinem ersten Landtagsmailkampftema der Franken-Schnellweg und jetzt ein Bürgerbegehren!
00:44:18: Aber wir lassen da tatsächlich gerade nichts unversucht, um wirklich die Dinge, die uns in der Verhinderung dieses kreuzungsfreien Ausbaus tatsächlich immer wichtig waren und jetzt vielleicht auch in der Debatte.
00:44:29: Um die Landesgartenschau und um Überhitzung der Stadt und um tatsächlich andere Mobilitätskonzepte ja vielleicht noch mal einen Raum in der Stadtpolitik finden.
00:44:38: Insofern ich gebe nicht auf dass wir bessere Alternativen bekommen.
00:44:44: Die Stadt muss sich ja dann erst mal mit dem Bürgerbegehren auseinandersetzen.
00:44:47: und da bin ich tatsächlich einfach guter Dinge, weil um zum Anfang noch einmal zurückzukehren.
00:44:51: Wir haben über Jahrzehnte tatsächlich große Erfolge und ich bin da nicht hoffnungslos was den kreuzungsfreien Ausbau des Franken schnellwegs anbelangt Ja, wir haben da ja wirklich eine wechselvolle Geschichte und sind gespannt wie es ausgeht.
00:45:05: Eine Never-Ending-Stocke!
00:45:07: Wie darf so ne Rolle vom Bund Naturschutz in so nem Kommunalwahlkampf sein?
00:45:12: Wäre das grundsätzlich auch denkbar zu sagen, wir sprechen mal ne Wahlempfehlung aus oder geht's einfach darum Informationen einzuholen um die den Mitgliedern der Öffentlichkeit zu geben dass sie eine gute Wahlentscheidung treffen können?
00:45:25: Genau das was Sie gerade gesagt haben also der Bund Natürschutz versteht sich als starke gesellschaftliche Kraft, die natürlich politische Entscheidungen im Sinne des Satzungsziels also Natur und Umwelt zu erhalten.
00:45:38: Bewahrung der Lebensgrundlagen.
00:45:40: und deswegen ist Tradition bei uns tatsächlich die Parteiprogramme zu analysieren und Bürgerinnen und Bürgern aufzuzeigen, welche Partei für welche zum Teil auch ja extrem konkreten Beispiele oder was sich dann Parteien vorgenommen haben nach der Wahl am achten März.
00:45:57: Und da wirklich meinen Wunsch nochmal an alle Zuhörerinnen und Zuhöre wirklich zur Wahl zu gehen.
00:46:02: das ist das höchste was wir in der Demokratie haben und eine hohe Wahlbeteiligung drückt aus wie wichtig uns die Demokratie ist in Zeiten wo Menschen zunehmend das Vertrauen in demokratische Institutionen oder in Wahlen verlieren.
00:46:15: Deshalb meine Bitte, gehen Sie zur Wahl und natürlich wählen sie.
00:46:19: Schauen Sie gerade in Nürnberg ... Wir hatten jetzt ganz viel Reichswald als Thema.
00:46:24: Schaun Sie sich das an?
00:46:25: Welche Parteien, wo stehen was tatsächlich die konkrete Natur- und Umweltschutzarbeit in Nuremberg anbelangt?
00:46:36: Und das ist sozusagen unsere Rolle am ... Wir haben ja so viel Klubvergleiche gerade gehabt, also wir stehen da einfach am Spielfeldrand.
00:46:42: Wir sind nicht Spieler weder im Sturm noch im Mittelfeld oder in der Abwehr sondern wir stehen am Spielfieldrand und motivieren Menschen zur Wahl zu gehen und im Sinne von Natur- und Umwelt tatsächlich ihre Stimme abzugeben.
00:46:54: Die Kreisgruppe in Nürnberg hat ja auch die wichtigsten Fragen was Umweltschutz, Naturschutz angeht an die großen Parteien in Nuremberg gestellt?
00:47:03: Sie haben darauf geantwortet das kann man auf der Webseite...
00:47:08: Es dauert lang, es möglich durchzulesen.
00:47:10: Aber es ist ein sehr lohnenswerter Überblick.
00:47:13: wenn das die eigene Wahlentscheidung beeinflusst dann lohnt's wirklich da reinzuschauen.
00:47:19: besser kann man es nicht kriegen.
00:47:21: Ich habe noch eine Frage was so Blick in Wahlen generell angeht oder so die politische Landschaft in Deutschland einfach nur weil ich mir ja die frage regelmäßig stelle dass ist der Umgang von so einer vom Bund Naturschutz beispielsweise mit der AfD.
00:47:38: Was ist denn, wenn irgendwann mal eine Partei eigentlich nicht demokratisch und in Teilen rechtsextremist?
00:47:44: Wenn die sagt wir setzen uns jetzt auf Bewahrung der Lebensgrundlagen Wir besetzen jetzt das Thema Erhaltung des Reichweils Wie geht man dann damit um?
00:47:53: oder Ist überhaupt gar keine Gesprächskundlage da Und man gibt es kein Kanal der eröffnet werden kann?
00:48:00: Also das ist wirklich eine sehr, sehr schwierige Frage weil sie sich sicher in einer anderen Qualität stellen wird wenn die Landtagswahlen in den neuen Bundesländern dieses Jahr vorüber sind.
00:48:12: Die dann wirklich unsere Landesverbände und unsere Kreisgruppen oder unsere Ortsgruppen zu beantworten haben.
00:48:18: so wir sind da natürlich in intensiven Diskussionen alle miteinander weil es einfach Eine extreme Herausforderung ist für einen zutiefst demokratisch organisierten Verband wie unseren, Natur- und Umweltschutz voranzubringen.
00:48:35: In Zeiten in denen eine Partei so ganz offensichtlich – ich habe ja von anderen gesprochen – den Klimawandel leugnet der Lösung oder dieser Klimakrise beitragen möchte.
00:48:51: Insofern ist das schon eine Geschäftsgrundlage eigentlich für uns, mit Parteien zu sprechen die das grundsätzlich anerkennen und wir oftmals vielleicht im Weg unterschiedlich sind.
00:49:02: also das ist ja ganz klar dass es sich in der Stadtpolitik so das ist auf der Landesauf der Bundesebene so im Weg sicher große Differenzen haben, aber dass wir grundsätzlich im Ziel übereinstimmen.
00:49:14: Und das Ziel ist weiter in der Demokratie zu leben und das Ziel es grundsätzlich etwas anzuerkennen was Klimakrise, was Artenvielfalt-Krise anbelangt, was die Lösung solcher ganz zentralen also auch für die Menschheit der existenziellen Probleme anbelankt.
00:49:30: um das ist die Geschäftsgrundlage und die gibt es mit dieser Partei nicht von der Sie gerade sprechen Und deshalb kann ich es mir natürlich gerade leicht machen, die wir jetzt erst mal keine... also nicht direkt eine Landtagswahl vor der Brust haben.
00:49:45: Wo ich merke da ist die Geschäftsgrundlage in der Auseinandersetzung und das heißt ja auch hier der Streitpodcast die wir miteinander mit viel Leidenschaft auch tatsächlich tun können, über die unterschiedlichen Wege zur Erreichung dieser Ziele im Naturnumweltschutz zu diskutieren oder auch zu streiten.
00:50:02: Aber wir sind im Ziel einig und das ist tatsächlich mit der AfD nicht der Fall.
00:50:06: Und gerade was die Demokratie und die Beteiligung anbelangt, sind wir da im zentralen Konflikt weil – das will ich abschließend wirklich sagen nur In einer Demokratie können Verbände wie der Bund Naturschutz, aber auch alle anderen Nichtregierungsorganisationen nur in der Demokratie.
00:50:23: Können wir diese Ziele tatsächlich erreichen?
00:50:27: Das ist in der Autokratie nicht machbar und das sollte sich glaube ich jeder vor Augen führen und den andere Länder schauen wo das eben nicht der Fall ist.
00:50:36: Und dass geht am Ende des Tages wirklich konkret um Bürgerwillen.
00:50:41: Ob ich mich da noch gehört fühle, ob ich mich einbringen kann.
00:50:44: Ob ich für mein konkretes Lebensumfeld eine Stimme erheben kann?
00:50:48: Ob ich Mitglied werden kann in einem Verband oder über eine Bürgerinitiative einsetze zur Rettung eines Gebietes bei mir direkt vor der Nase, vor der Haustür ... Oder ob ich das eben nicht kann.
00:50:59: Insofern ist es etwas längere Antwort zu vielleicht etwas.
00:51:03: ausschweifen, da.
00:51:04: aber ich glaube wirklich dass man in der Auseinandersetzung um die AfD das so mit ins Wort nehmen muss weil am Ende geht es um das große Ganze.
00:51:12: Wie werden Sie den Wahlabend am achten März verfolgen?
00:51:17: Also ich werde auf jeden Fall hier die live Sendung verfolge.
00:51:22: davon habe ich gerade erst gehört.
00:51:23: wir testen ja auch gerade ein bisschen die Technik.
00:51:26: Das werde ich mir Sicherheit tun und zum anderen werde Wahrscheinlich bei mir zu Hause den Beamer über die, über den Herd und so weiter.
00:51:35: Das haben wir schon oft gemacht an Wahlabenden mit Freundinnen und Freunden und dann permanent irgendwie gucken wo es gerade wie steht.
00:51:43: Es hat tatsächlich bei uns in der Familie im Freundeskreis eine lange Tradition miteinander Wahlabende zu verbringen.
00:51:48: Und vorher auch.
00:51:49: das ist jetzt hier tatsächlich schwierig weil wir da vielleicht ein paar Städte rausnehmen aber auch tatsächlich Tipps abzugeben wo welche Partei gewinnt oder wo vielleicht auch Stichwahlen dann noch passieren nach dem Acht Und es wird was Gutes zu essen geben.
00:52:03: Ich habe meinen Kindern heute früh den Wald-Zettel gezeigt, also die zwei Kleinen und er durchaus interessiert an demokratischen Geschehen und das war sehr beeindruckend weil ... Sie mir erst nicht geglaubt haben, dass der nicht auf den Wohnzimmer-Tisch passt.
00:52:16: Ich finde es gibt keine demokratische Rival als eine Kommunalwahl wo man ja tatsächlich durch Panaschinen und Kommolieren unfassbar viele Möglichkeiten hat als Bürger und insofern freue ich mich auf unsere Sendung an dem Abend.
00:52:29: wie die Menschen abstimmen werden wir dann sehen.
00:52:31: Ja,
00:52:31: achtzehn bis zwanzig Uhr senden wir live hier aus dem Studio.
00:52:35: Wir haben Studio Gäste, wir haben Live Schalten, die Außenreaktionen das alles zu sehen Nordbayern.de und auf YouTube, genau!
00:52:44: Und dann kommen wir zur Abschlussfrage.
00:52:47: Michaeli fragt zuerst dich was machst du am Wochenende?
00:52:49: Eine Mischung ich steig schön ein mit Theater habe dann am Samstagabend Faschingstheater die wir um den zwanzig Jahre feiern irgendwie hinter mich bringen mussten.
00:52:58: Am Sonntag treffe ich eine meiner erwachsenen Söhne das auch mal schön ist weil ich die wirklich selten sehe.
00:53:03: Was treibst Du?
00:53:04: Mein Vater feiert Geburtstag am Samestag.
00:53:07: Das habe ich letztes Jahr die Feier verpasst, weil sie damals auf den Tag der Bundestagswahl fiel.
00:53:13: Deshalb muss ich da auf jeden Fall hin und ansonsten werde ich auf Netflix weiter mir anschauen ... Die Serie Museum Der Unschuld.
00:53:21: Ich hab ja schon mal erzählt dass es mein Lieblingsbuch ist das Buch von Orhan Pamuk Und da gibt's jetzt eine Verfilmung, die ist sehr gut und die
00:53:29: würde ich allen empfehlen.
00:53:31: Ich finde den ja ganz schlimm.
00:53:32: Ja aber
00:53:32: in Filmen saubere die Serie würdest du auch mit glaube ich.
00:53:37: Hey, geil.
00:53:37: Was machen Sie am Wochenende?
00:53:39: Ich hatte ja zum Glück gerade Zeit nachzudenken und ich weiß dass... keinen Verbandstermin hat am Wochenende und dass der Pattenonkel meine Sohn ist zur Besuch kommt.
00:53:48: Und er will eigentlich noch schielang laufen gehen, ähm... ...und ich habe gerade heute früh im Zug geguckt wie es zum Beispiel ein bayerisch Zell aussieht.
00:53:54: da steht beim Leupenzustand befriedigend.
00:53:57: Das soll eine
00:53:57: verdächtige Aussage!
00:53:58: Fünfzehn,
00:53:59: sechzehnt, siebzehn Grad die nächsten Tage noch werden.
00:54:01: Es hat ja wirklich auch Dauerregen dort gehabt.
00:54:03: Ähm.. Ich glaube wir probieren das zu machen.
00:54:06: Ansonsten wird's glaub' ich die erste Bergtour in zwei tausendsechsundzwanzig weil Es gibt wirklich schon einige Touren, die man machen kann.
00:54:15: Nur
00:54:15: noch Schneerester sind und da bin ich mir ziemlich sicher, dass wir das machen und wahrscheinlich gehen wir danach noch in die Sauna.
00:54:20: Einer meiner Söhne war tatsächlich in den Spitzingsee bei Zell am vergangenen Wochenende mit einem Alpenverein mit so einer Zug- und Bus dahingefahren.
00:54:29: Und da waren noch Schnee aber dann hat es auch das Regnen so massiv begonnen, der Leubenzustand da schon ehrrichtung ausreichend tentiert.
00:54:40: Gut, dann sind wir am Ende des Podcast.
00:54:42: Danke dass Sie da waren!
00:54:45: Wir haben nächste Woche noch eine Folge vor der Kommunalwahl.
00:54:48: Da können wir dann... wenn wir das wollen unsere Tipps abgeben für die Kommunalwaren genau.
00:54:53: und dann danke dass sie da waren.
00:54:55: ich kann mir vorstellen, dass wir in den kommenden Monaten bestimmt es genug Themen gibt über die man mit dem Bund Naturschutz in Nürnberg aber auch in Bayern grundsätzlich nochmal sprechen kann.
00:55:05: Danke, dass ihr da war.
00:55:06: Vielen lieben Dank für die Einladung hat richtig Spaß gemacht
00:55:08: vielen dank.
00:55:12: Mehr von uns gibt's auf Nordbayern.de und NNDE.
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