N-Wort-Plakat: Der Wahlkampf in Nürnberg startet
Shownotes
Nasser Ahmed hat es eine Sache für ein paar Tage sicher: deutschlandweite Aufmerksamkeit. Mit seinem Plakat mit der Aufschrift „Mein N-Wort ist Nürnberg“ hat Oberbürgermeister-Kandidat Nasser Ahmed (SPD) sowohl Zustimmung als auch Kritik geerntet. Michael Husarek und Lukas G. Schlapp diskutieren deshalb, ob das der richtige Startschuss für den Wahlkampf zur Kommunalwahl 2026 in Bayern war. In der 68. Folge von „Bratwurst mit Chili“ sprechen die beiden über das XXL-Plakat und die Reaktion darauf aus der Schwarzen Community. Auch überlegen sie, was Ahmed die Aufmerksamkeit Anfang Januar im OB-Wahlkampf gegen Marcus König und Britta Walthelm nützt. Außerdem spricht Michael Husarek über seine zwei Treffen mit Ministerpräsident Markus Söder.
Der Artikel zum Plakat: http://nn.de/1.14970768 Der Videokommentar zum Plakat: https://www.nn.de/1.14976017
Bratwurst mit Chili Folge 68: N-Wort-Plakat: Der Wahlkampf in Nürnberg startet Michael Husarek, NN-Chefredakteur Lukas G. Schlapp, Audio- und Podcast-Redakteur beim Verlag Nürnberger Presse
Ihr habt ein Aufregerthema für die nächste Woche? Schreibt einfach eine Mail an Lukas: lukas.schlapp@vnp.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Michael, wie war dein Wochenende?
00:00:02: Es war geprägt vom Auskurrieren eines lang anhaltenden Muskelkarters, den ich mir durch...
00:00:08: Wanderung?
00:00:09: Nee, durch zu viele Bergaktivitäten.
00:00:12: Ich habe gedacht, ich kann vier Wintersportarten an zwei Tagen ausüben, also habe ich auch getan.
00:00:17: Ich kann schon auch ausüben, aber ich leite halt hinterher dann drunter.
00:00:19: Ich bin gerodelt, bin lang laufen gewesen.
00:00:24: ging eine Skitour und bin ein paar Stunden Alpine gefahren innerhalb von zwei Tagen und das hat dann meinen alten Körper überfordert.
00:00:31: Und
00:00:32: welche dieser Wintersportarten oder Disziplinen bereitet ihr die meiste Freude?
00:00:36: Die meiste Freude bereitet man kurioserweise die Teildisziplinen des Skitourengens des Bergaufsteigen.
00:00:42: Wirklich?
00:00:43: Wirklich, ja.
00:00:44: Ich mach das echt gern.
00:00:45: Das ist so was bei einer Meditativist.
00:00:47: Da geht man so vor sich hin.
00:00:48: Also ich mach mal da keinen Stress.
00:00:51: Geht das ja langsam.
00:00:52: Und wenn ich dann meinen Trott mal hab und so in die Belgeblick die verschneiten, wo wenig andere Menschen sind, so ist es anders als Alpine Schiefern, wo ja viele sind, da ist halt keiner.
00:01:01: Und das finde ich grandios.
00:01:03: Ja.
00:01:04: Du hast aber ein grandioses Spiel im Max-Modog-Stadion verpasst.
00:01:08: Allerdings,
00:01:08: das war ... hätte ich das gewusst.
00:01:12: Da ging ich tatsächlich, das ist lustig.
00:01:15: Ich ging los zu meiner Skitour am Samstag, morgen, später Vormittag, war unterwegs und hab dann irgendwann, wusste ich auch vorher, in dem Tal, in dem ich da war, da gibt's kein Handynet.
00:01:30: Ich konnte aber noch mal gucken, so gegen dreizehn, weiß ich nicht, fünfundvierzig oder fünfzig, keine Ahnung, auf jeden Fall stand's da gerade, zero zu eins.
00:01:38: Da dachte ich mir, das ist gut, dass du jetzt G-Touren gehst, musst dich nicht rumalgern, sonst wärst du im Stadion gewesen und habt dann am Nachmittag erfahren, es hätte sich sehr gelohnt.
00:01:46: Warst du vor Ort?
00:01:47: Ich war vor Ort und es war wahrscheinlich wirklich eins der Spiele des Ersten FC Nürnberg in der... gar nicht junger in Vergangenheit, an die ich mir erinnern kann, die wirklich sehr viel mit mir gemacht haben.
00:01:58: Also einfach dieses Auf und Ab, dann dieser Elfmeter, gelb-rote Karte für Klose, gehaltener Elfmeter, dann noch der Siegtreffer, Pietz-Gurbel, der Zweiterer Schieß, das war wirklich toll.
00:02:09: Es war ja eigentlich alles wie immer bis aufs Ende.
00:02:12: Der Klub hat gewonnen dieses Mal.
00:02:14: Also dieses Gefühlspart, das ist ja was, was uns als Fans begleitet, aber das war schon mal schön, wenn es auch so ein Ende nehmen
00:02:21: kann.
00:02:22: Ja, jetzt müssen wir uns halt nur fragen, was ist mit Klose?
00:02:25: Was ist da, dass diese Vertragsförderung immer noch nicht bekannt gegeben wird?
00:02:29: Und was wartet man da?
00:02:30: Tja, also da haben ja unsere Sportredakteure arbeiten sich da ja ab.
00:02:35: Ich finde, Fadi Keplavi hat es sehr gut eingeordnet vor kurzer Zeit.
00:02:39: Es versteht keiner, was die momentan treiben.
00:02:41: Es gibt ja zwei Varianten, man will mit dem Trainer weitermachen.
00:02:44: Mein Gott, dann... Bitte verkünden, wenn noch dazu dieser Trainer angeblich gar keine übertrieben finanziellen Forderungen hat.
00:02:51: Finde ich sehr einfach, hätte man mal vielleicht vor Weihnachten machen sollen, aber gut, immer noch bis in einem Januar.
00:02:57: Die andere Variante ist, man will es nicht tun.
00:03:00: Wenn letzter Rest der Fall ist, verstehe ich, dass es schwierig ist, weil man dann ja aus so einem Trainer, wie in der Politik, wahrscheinlich einen lame Duck machen würde über Nacht, aber das jetzt hinzuhalten bis zum letzten Spieltag wird auch nicht gelingen.
00:03:14: Ja, und also Peter Meier, der Aufsichtsratsvorsitzende, der hat ja so klare Ansagen gemacht, dass man ist, das muss ja ein Assister sein.
00:03:20: Also,
00:03:21: es klang ja so, als ob der Vertrag mit allen Details vorliegt und Miru Klose sich nicht äußert, was gut ja auch wieder Anlass zu Spekulationen gibt.
00:03:32: Ich mein, so viel, glaub ich, kann man ja verraten.
00:03:34: Das weiß man ja auch, wenn man sich damit beschäftigt, wie Medien arbeiten.
00:03:37: Wir bereiten uns ja schon darauf vor.
00:03:39: Es gibt ja schon, wir haben schon davor, was passiert, wenn diese Meldung verkündet wird.
00:03:43: Aber ich bin jetzt jeden Tag so, wir haben fertige Produkte und ich schieb die jetzt immer so einen Tag.
00:03:49: Und ich hab Angst, dass wir irgendwann zum falschen Zeitpunkt veröffentlichen.
00:03:52: Wenn bekannt gehen wird, es wird gar nicht fertig.
00:03:53: Ich bringe ne neue Variante ins Spiel.
00:03:56: Miru Klose wird Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, weil Michael W. Singer zum FC Bayern geht.
00:04:01: würde ein ganz anderer Trainer.
00:04:04: Gut, Michael, dann würde ich sagen, kommt jetzt einmal der Dschingel und danach sprechen wir über den Staat des Kommunalwahlkampfs in Nürnberg.
00:04:11: und ich frage dich ein bisschen, wen du im Januar, ich glaube schon zweimal getroffen hast, wenn ich richtig liege.
00:04:33: Du hast Markus Söder, glaube ich, schon zweimal in diesem Jahr getroffen.
00:04:35: Oder gibt es noch mehr Treffen, von denen ich noch nichts
00:04:37: mitgekommen habe?
00:04:38: Nein, keine Geheimtreffen.
00:04:39: Also zwei sehr formelle Anlässe.
00:04:42: Eine war der Neujahrsempfang.
00:04:43: Da ist es beinahe vermessen zu sagen, ich hätte ihn getroffen.
00:04:47: Da war ich einer von, ich glaube, tausend, fünfhundert bis zweitausend geladenen Gästen.
00:04:53: Also jetzt kein besonderes Privileg und habe ihn eher aus der Ferne gesehen.
00:04:57: Und näher zu Gesicht bekam ich ihn diese Woche.
00:05:03: Donnerstag, weil da ein Interview in der Staatskanzlerin München stattgefunden hat, wo unser Landtagskorrespondent Roland Englisch und ich vor Ort war.
00:05:12: Also dann wart ihr zu zweit und konnte zu zweit mit ihm sprechen?
00:05:15: Mit ihm und eben seinen Begleitern.
00:05:18: Man spricht eigentlich nie mit dem Ministerpräsidenten alleine zumindest als Medienvertreter.
00:05:24: In dem Fall war es der Regierungs-Sprecher Wolfgang Wittel und der Sprecher CSU, Landesleitung, mach jetzt hoffentlich keinen Fehler, der Herr Rehak.
00:05:36: Okay, ich geh nochmal zum Neujahrsempfang, tust du dich dann auch in diese... Schlange stellen, um ihm die Hand zu stellen, macht man das?
00:05:43: Also muss man das machen?
00:05:45: Die
00:05:45: Schöne ist sogar, dass die Frage hat sich heuer nicht gestellt, weil das war der erste Neujahrsempfang, an den ich mich erinnern kann, bei dem es keine Filet gab.
00:05:52: So heißt es, sich in die Schlange stellen.
00:05:54: Warum gab es keinen?
00:05:55: Es hat einen sehr banalen Grund, weil Markus Söder sich vor Weihnachten an der Hüfte hat operieren lassen und er ist, glaube ich, schon ein... Er ist hat im Nehmen, aber es war ihm sicher nicht zumutbar, drei Stunden zu stehen mit einer relativ frisch operierten Hüfte.
00:06:10: Deswegen viel... dieses Defilé heuer einfach aus.
00:06:12: Aber ich habe mich einmal reingestellt und wenn mich keiner verrät von unseren Zuhörerinnen, ich werde es nicht ein zweites Mal tun.
00:06:20: Das ist ganz nett, da wandelt man durch alle möglichen Räume der Residenz, Schlaf, Gemächer, ehemalig bedeutender Adelsgeschlechter, die Bayern regiert haben.
00:06:31: Es ist wirklich schön, aber Das dauert grob eine Stunde, eine Stunde dreißig, wo man sich sozusagen im buchstäblichen Schritttempo nach vorne hangelt.
00:06:39: Und dann kommt der große Moment.
00:06:41: Man geht in ein ganz großes Zimmer.
00:06:44: Es ist in der Residenz, also das Palast.
00:06:46: ähnlich ist in dem Fall.
00:06:47: Das falsche Wort, das war ja ein Palast, eine Residenz halt der Könige.
00:06:52: Und dann geht man da rein und schüttelt Markus Söder und seiner Gattin die Hand, ist in einem wenn mein Prominent wäre, was ich nicht bin, in einem Blitzlichtgewitter der anwesenden Fotografen.
00:07:04: Normale Menschen, wie ich, gehen dann einfach durch.
00:07:07: Und, ja, also, ich brauche es jetzt nicht nochmal.
00:07:10: Okay.
00:07:11: Und dann noch eine Frage dazu.
00:07:12: Wer war die spannendste Person, die du getroffen hast auf diesem Neues Empfang?
00:07:16: Das stell ich mir wahrscheinlich am besten vor, dass da so viele Leute sind.
00:07:20: Der Spannungsmoment ist da tatsächlich immer sehr groß, weil ich... Da sind wirklich viele Prominente.
00:07:27: Bayern, so würde ich es mal sagen, die werden da alle eingeladen und ich glaube ja immer, dass jeder, es sind ganz viele auch dabei, die Orten tragen, das sieht man im Alltag ja nie, also ich habe keinen, werde nie einen kriegen, aber es gibt ja verschiedene Orten, es gibt den bayerischen Verdienstorten und der zum Beispiel, die werden offenbar da alle eingetraten und ich denke immer, wenn einer den bayerischen Verdienstorten hat, dann musst du ihn kennen, also das quält mich sozusagen, ich versuche immer rauszufinden, wer das ist, das gelingt mir nicht und Dann sieht man da eben, ich sag's nochmal, die Prominenten des Freistaats und da stand ich bei einem in der Nähe und hab mich mit einem Kollegen unterhalten aus Passau und wir standen beide da mit einem Getränk in der Hand und ich hab dann gegrübelt und ich glaub der Kollege hat's gemerkt.
00:08:12: Wer das war, ich hab den Namen schon wieder verdrängt, war ich ein schlechtes Namensgedächtnis, aber das war ein Beispiel.
00:08:17: der Mensch von Chingis Khan Leslie Mandoki, kann das sein?
00:08:22: Nicht eine Generation.
00:08:23: Er war mal eine Kombo, die Musik gemacht hat vor langer Zeit, als ich jung war.
00:08:28: Und solche Leute sind da halt.
00:08:29: Er hat offenbar ... ... was auch immer für einen ... ... der steht auch auf der Einladung.
00:08:34: Aber so richtig ... ... weiß ich nicht ... ... so ... ... jenseits der Politik, da sind ja alle da, die ganzen Kabinettsmitglieder, aber ... ... habe ich jetzt niemanden gesehen, der, wo ich jetzt ... ... wow hätte sagen müssen.
00:08:47: Okay.
00:08:48: Und wir nehmen ... An dem Freitag auf, weil du gestern ja bei diesem Interview bei Markus Futter warst.
00:08:56: Vielleicht die Frage, was für den Eindruck macht er gerade?
00:08:58: Weil schlechtes das Wahlergebnis als CSU-Parteivorsitzender ist hinter ihm.
00:09:06: Jetzt kommt aber eine Kommunalwahl auf ihn zu.
00:09:08: Was für einen Eindruck macht er?
00:09:09: Tatsächlich habe ich mir die Frage auch gestellt, wie wird er erscheinen?
00:09:15: Und ich habe ihn schon lang nimmer so... sich ruhend zufrieden gesehen wie bei diesem Interviewtermin, weil zwischendurch war ja immer so die Meinung, ich habe die auch geteilt, Bayern ist eben vielleicht nicht genug, er strebt nach größerem, höherem, war er tatsächlich so im vorletzten, vorvorletzten Bundestagswahlkampf, also Kanzler werden wollte, damals Laschet unterlegen ist im internen Unions-Duell.
00:09:46: Ich glaube, er hat sich irgendwie arrangiert mit seiner Rolle als CSU-Chef, der ja tatsächlich relativ kräftig in der Bundespolitik mitmischt, in dieser Konstellation mit einer schwarz-roten Regierung jetzt allemal.
00:09:57: Er ist der Chef einer von drei Regierungsparteien und macht wirklich einen sehr, sehr zufriedenen Eindruck, hat auch definitiv vor, in Bayern länger am Ruder zu bleiben, will auch, dass er uns auch noch mal bestätigt, erneut antreten.
00:10:13: Insofern in die CSU natürlich nominiert und die Menschen im Freistaat ihn wählen.
00:10:18: Wir dürfen uns noch länger auf Markus Söder als Ministerpräsident einstellen, behaupte ich mal.
00:10:26: Wie blickt ihr auf diese Kommunalwahlen?
00:10:30: Wie ist das in so einem Gespräch über Wasch?
00:10:31: Also spricht man über Nürnberg und sagt, was macht man da als Parteivorsitzender, dass man da gewinnen kann?
00:10:38: Also was haben sie gerade aktuell?
00:10:40: Also
00:10:40: hat immer erstens mal zwei Phasen so ein Gespräch.
00:10:42: Phase eins ist das offizielle Interview, in dem wir ja vorbereitete Fragen natürlich stellen, die dann... in Antwortform wieder zurückgehen an die Staatskanzlei, das ist das sogenannte Prinzip, das autorisieren lassen.
00:10:56: und dann werden diese Antworten eben nochmal gelesen von den vorhin schonmal genannten Pressesprechern, die dabei sitzen.
00:11:03: und dann gibt es eben die autorisierte Fassung zurück, die erscheint dann gedruckt in der Zeitung, das ist der eine Teil des Interviews, der andere ist dann der sogenannte Hintergrund, das ist dann ein Austausch über den eben nicht berichtet wird, deswegen... kann und werde ich dazu jetzt auch nicht dazu viel sagen, weil das würde ja diese eher eine Regel brechen, dass man halt eben genau darüber nicht spricht.
00:11:22: Aber wir haben im offiziellen Teil die Kommunalwahlen angesprochen.
00:11:26: Das war eine Frage auch.
00:11:27: Und da war seine Antwort fand ich sehr selbstbewusst.
00:11:36: Beinahe würde ich mir wünschen, dass er recht behält, selbstbewusst deshalb, weil die Frage eben laut hätte, na, Wie geht man denn um in einer Situation, in der sehr, sehr wahrscheinlich die AfD als der große Wahlgewinner nach dem achten März hervorgehend wurde?
00:11:49: Es ist ja überall zu lesen, beobachter, teilen den Eindruck eigentlich wirklich unisono, dass mit einem schon großen Anstieg der AfD Ergebnisse zu rechnen ist bei der Kommunalwahl im Vergleich zu von vor sechs Jahren.
00:12:04: Und Söder will das so nicht stehen lassen.
00:12:08: Er sagt, wer weiß, wie stark die wirklich zulegen.
00:12:12: Wir haben den Anspruch, wie in dem Fall er als CSU-Chef und seine Partei weiterhin die mit Abstand steigste Kraft zu sein.
00:12:19: und er schließt aus, das hat er zumindest sehr deutlich formuliert ausschließen, kann das natürlich de facto nicht, aber er hofft, dass es der AfD nicht gelingt, irgendwo auch nur ein Mandat im Sinne von Bürgermeister oder Landratsjob zu gewinnen.
00:12:34: Dann ging es noch ein bisschen weiter um diese berühmte Brandmauer-Diskussion, wo er kategorisch eine strukturelle Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt vonseiten der CSU.
00:12:45: Aber auch gesagt hat, sehr pragmatischer Ansatz, man kann natürlich nicht verhindern, dass in irgendeinem Rathaus, in irgendeinem Gemeinderat erst mal Abstimmungen gibt, wo unter anderem CSU-Vertreter und AfD-Vertreter für dieselbe Sache stimmen.
00:13:00: Also muss man fairerweise sagen, das gibt es ja jetzt auch schon.
00:13:03: Also viele Beschlüsse.
00:13:03: Lürnberger Stadtrat, um das nochmal zu erklären, die waren ja tatsächlich einmütig gefasst.
00:13:08: Einmütig heißt, dass auch die AfD dann mitstimmt.
00:13:12: Die sind ja entscheidend für eine Mehrheit, jetzt würde es ohne sie auch geben, aber das ist jetzt auch nichts Neues.
00:13:19: Ich würde sagen, der Kommunalwahlkampf hat jetzt im Januar, jetzt hat er wirklich begonnen in unseren ganzen Verbreitungsgebiet.
00:13:26: Wir hatten ja schon die ersten Prudemsdiskussionen auch, die sehr beliebt sind bei Menschen vor Ort, die aber auch, wenn wir die dann nachträglich auf ein NDE zur Verfügung stellen, da auch angeschaut werden.
00:13:38: Ich war jetzt beispielsweise in Vorheim, wo es ja, ich glaube, acht Bewerberinnen und Bewerber
00:13:42: gibt,
00:13:43: bei der Prodiumsdiskussion, was dann sechs vertreten, sechs Bewerber und Bewerberinnern.
00:13:48: Das war spannend.
00:13:51: Ich würde vielleicht mit dir über Nürnberg sprechen.
00:13:54: Wie hat der Wahl ... Ich frage einfach genau direkt, weil sonst ist es ein bisschen zu abkonstruiert.
00:14:05: Ich glaube, richtig begonnen hat dieser Wahlkampf durch dieses zehnmal vierzehn Meter Plakat von Nasser Ahmed, weil jetzt ist dieser Nürnberger Kommunalwahlkampf nicht nur, wird nicht nur in Nürnberg besprochen, sondern deutschlandweit.
00:14:17: Genau, ist über Nacht zum nationalen Ereignis geworden, mindestens für eine kurze Zeit.
00:14:23: Warum gab es vorher keinen wahrnehmbaren Wahlkampf?
00:14:27: Das liegt tatsächlich daran, dass es relativ wenig stürtige Themen gibt zwischen den großen Parteien.
00:14:36: Es gibt in der Summe, in Nuremberg ist genauso ein heterogenes Bewerberfeld, wie jetzt in Feuchheim, am Start.
00:14:42: In der Summe gibt es schon sehr unterschiedliche Bewertungen von Themen, aber wenn man jetzt auf die großen Parteien sich einlässt, also Nuremberg, CSU, SPD und Grüne, dann sind die wirklich sehr, sehr ähnlich.
00:14:54: Da gibt es minimale Abweichungen, über die man seit Jahren schon berichten.
00:14:58: Die Grünen sind gegen den Frankenschnellweg, die anderen beiden dafür, die SPD ist gegen die Landesgartenschau.
00:15:03: die anderen beiden dafür und allzu viel mehr fällt man schon mal gar nicht mehr ein an wirklich fundamentalen Unterschieden.
00:15:09: Die haben ja auch jahrelang gemeinsam Stadtpolitik gemacht in diesem sogenannten Nurembergermodell.
00:15:13: Das hat es ein bisschen langweilig anlaufen lassen und dann kam Nasser Ahmed, der SPD-Chef in Nuremberg und OB-Kandidat seiner Partei mit diesem Riesenplakat.
00:15:24: Also das allein ist ja ganz wertneutral ein Hingucker, weil es einfach so groß ist.
00:15:28: und er hat dann ja und das war ja Anlass für die nationale Bekanntheit, die es erlangt hat, mit dem sogenannten N-Wort gespielt und das natürlich sicherlich auch mit Kalkül von der Agentur, die das geplant hat, war das der Aufreger, der es eben dann überörtlich auch in die Medien gebracht hat.
00:15:49: Ja, also der Slogan ist, mein N-Wort ist Nürnberg.
00:15:53: zehnmal vierzehn Meter am Karl-Brüger-Haus, also der Parteizentrale der Nürnberger SPD.
00:15:59: Jeder sieht es dann im Zug nach Nürnberg beispielsweise einfährt.
00:16:03: Also es wird auch wirklich wahrgenommen und in den Gesprächen, die ich jetzt so führe, auch mit Menschen, die jetzt mit der Nürnberger OB war, im Speziale wirklich nix am Hut haben, was immer wieder fällt, ist dieses Plakrat.
00:16:16: Und vielleicht muss man noch sagen, dass Achmed ist auch darauf abgebildet.
00:16:18: Und ich hab dann mal geschaut, welche Bilder gibt's für diesen Wahlkampf.
00:16:21: Und es gibt so strahlend lächelnd und es gibt, ich sag jetzt mal milde lächelnd.
00:16:25: Und das ist dieses Lächeln ohne Zähne auf diesem Foto.
00:16:29: Also ist es nicht so... Sie frohe Botschaft, aber er lächelt selbstbewusst, würde
00:16:34: ich sagen.
00:16:35: Genau, sehr selbstbewusst und interessant auch dann die Farbgebung eben nicht nur das SPD-Rot, das schon auch drauf ist, sondern im Grunde vor allem Lila.
00:16:47: Da gibt es ja auch eine Farbenlehre.
00:16:50: Also das ist ja, das ist alles kein Zufall.
00:16:52: Ich glaube, bevor dieses Plakat so entstand, war es buchstäblich viel Arbeit, die auch in... mindestens eine Agentur vielleicht auch mehr erinnert, das weiß ich nicht, geleistet werden musste, die ja sowas sich ausdenkt.
00:17:05: Das ist ja nicht so, dass jetzt da ein Kandidat kommt und sagt, ich hätte mal einen Karlauer, den drogt man jetzt mal bitte ab, sondern das ist ein Prozess, den muss man sich ein bisschen komplexer vorstellen, der hat auch einen langen Vorlauf, das ist auch nichts, was jetzt im Dezember entschieden wurde, geht wirklich lang zurück.
00:17:19: und naja, es ist, der Aufreger ist gelungen, wenn man denn um das Aufregen will, einen Zweikampf machen will.
00:17:27: Wenn du jetzt Leute trifft und die fragen dich, Michael, was sagst du zu einem Plakat?
00:17:34: Was ist deine erste persönliche Antwort, bevor du dann über die Strategie der Hitter nachdenkst?
00:17:39: Es ist jetzt was, da schmeiß ich tatsächlich... ...unsulässigerweise oder zulässigerweise, im Grunde egal.
00:17:47: Ich schmeiß jetzt mal Markus Söder und Nasser Ahmed in einen Topf.
00:17:50: Ich habe einen ähnlichen Gedanken gehabt, wie... der, den ich dann habe, wenn Markus Söder Schnützel postet, dir ist und sich selbst oder Bratwurste.
00:18:03: Ich dachte mir, was hat das mit Politik zu tun?
00:18:08: Das war mein erster Gedanke.
00:18:10: Jetzt ist es dann, da muss man fairerweise sagen und da differenzier ich dann auch anders als bei Markus Söder, der im übrigen ja auch nicht nur beim Essen bleibt, der postet dann ja auch politische Inhalte in anderen Posts.
00:18:23: Anders als bei Markus Söder ist es bei Nasser Ahmed dann ja tatsächlich auch mit einem Inhalt garniert, indem er als Schwarzer eben was sagt, was gar kein anderer sagen könnte aus dem Bewerberfeld, indem er eben das N-Wort zum Leben erweckt und es mit Nürnberg ganz anders konnotiert, als man es erwarten könnte.
00:18:45: Und das ist sozusagen ... Einerseits ein Bekenntnis zu Nürnberg und das sind wir dann tatsächlich im Kommunalwahlkampf, ein sehr starkes Bekenntnis zu der Stadt.
00:18:52: Andererseits eben auch ein, ja eigentlich gar nicht nötiger, aber doch noch mal sehr deutlicher Hinweis.
00:18:58: Ey, ich bin einer.
00:19:00: der OB hier werden will und ich habe tatsächlich auch eine ganz eigene Migrationsgeschichte, die er ja sehr betont und worauf er auch sehr, sehr stolz sein kann.
00:19:08: Er hat die Chancen, das ist ja auch eines seiner Wahlkampf-Slogans, die Chancen, die ihm die Stadt geboten hat.
00:19:14: Die hat er ergriffen und hat seine Laufbahn und seinen Weg gemacht.
00:19:17: Ja,
00:19:18: vielleicht noch mal für Menschen, die den Weg von Hass Ahmed nicht ganz genau kennen.
00:19:24: Wir erzählen jetzt nicht ganz genau nach, aber Er selbst ist in Deutschland geboren, aber sein Vater ist Ende des siebziger Anfang der Achtzigerjahre nach Nürnberg gekommen.
00:19:34: Seine Eltern kommen aus Eritrea.
00:19:37: Ja, es, ich glaube, das ist das richtige Wort, den sozialen Wohnungsbau aufgewachsen.
00:19:45: Genau, und hat ja auch im Buch geschrieben, wurde darüber berichtet und so weiter, aber wirklich eine Person.
00:19:52: die wirklich einen krassen Bildungsaufstieg hat, also das Abitur macht, studiert, Doktortitel, sowohl irgendwie in der Politik fußfast, als auch in den Unternehmen der Privatwirtschaft.
00:20:03: Also, diese Aufstiegsgeschichte gibt es ja auf jeden Fall, ich finde auch gut, das Thema ... Antirassismus und so anzusprechen in dem Wahlkampf.
00:20:15: Ich frag mich nur, ob das das erste große Thema ist, mit dem man in Verbindungen gebracht werden will, in einem Kommunalwahlkampf in Nürnberg, weil ... Es ist schade, dass ich sage, aber ich glaube, mit solchen Slogans und mit sowas, wenn danach nicht viel kommt, damit kann man keinen Wahlkampf gewinnen.
00:20:32: Würde ich genauso sehen und behaupte mal, das ist die SPD-Parteizentrale hier in Nuremberg wahrscheinlich auch so einordnet, da wird schon noch was kommen, sage ich jetzt mal vorsichtig, weil ... Was ist damit gewonnen, diese Aufmerksamkeit zu erregen?
00:20:46: Nasser Ahmed war jetzt wirklich in diversen überregionalen Medien.
00:20:50: Er wurde auch in Podcast-Formaten die nationale Ansprüche haben befragt.
00:20:57: Hilft ihm in Nürnberg null?
00:20:59: Da könnte man bestenfalls sagen, auf dem Weg kann man eine mögliche bundespolitische Karriere vorbereiten, wenn das ein Nebenziel ist.
00:21:07: Aber für den Nürnberger OB-Wahlkampf Meines Erachtens ist der Effekt wirklich sehr, sehr klein außer diesem Moment des Hinguckens.
00:21:15: Ich würde sogar ein Schritt weitergehen.
00:21:17: Wenn man jetzt die Bevölkerungsstruktur sich anschaut, derjenigen Menschen, die A-Wahl berechtigt sind und dann nochmal die Gruppe rauspickt, die nach allem, was wir wissen, auch zur Wahl geht, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Gewinnerthema.
00:21:33: die eigene Migrationsgeschichte zu betonen.
00:21:35: Also weil das für viele dieser WählerInnen wahrscheinlich keine zentrale Rolle spielt, kann mich da täuschen, aber das ist, glaube ich, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, ist es einfach so.
00:21:45: Deswegen, so verstehe ich, ist das ein Vorbote oder der Wahlkampfauftakt, so was du sie auch bezeichnet, und da kommt jetzt noch ganz viel.
00:21:53: Also was ja auch für uns als JournalistInnen, die wir diesen Wahlkampf beobachten, schön wäre bisher.
00:21:59: Ehrlich gesagt, eine ziemlich langweilige Angelegenheit.
00:22:02: Ja, es gab auch einen Videokommentar von unserer Kollegin Elke Grasser-Reitzner, die gesagt hat, was ja halt das einzige Aufregerthema für sie ist, dass dieser Wahlkampf, Kommunalwahlkampf in Nürnberg bisher keine Themen hat.
00:22:16: Ich würde noch mal darauf zu sprechen kommen, dass sich ja eigentlich dieses Zeichen... Diese rassistische Beleidigung des N-Wortes zu englischen Worten, dieses eingedeutschte Wort ist Reclaiming, also für sich selbst wieder zu eigen machen, ist ja ein schönes Statement.
00:22:29: Ich finde auch dieser Ort, wo es hängt, ist ja super.
00:22:32: Man muss sich vorstellen, man kommt aus der Altstadt, man kommt aus der Innenstadt und läuft in die Südstadt rein, die migrantisierte ist als andere Stadtteile und dann lächelt da eine schwarze Person entgegen, die... Darüber muss gar nicht diskutiert, wenn wirklich viel bewegen will in nürnberg ganz sicher.
00:22:51: Das alles ein schönes zeichern.
00:22:54: Dann kommen wir aber halt zu dieser problematik.
00:22:56: die müssen wir jetzt nicht ausdiskutieren, aber dass es dann ja die frage ist kann eine einzige schwarze person.
00:23:03: Einwort reclaimen?
00:23:04: und was löst dieses wort das endwort wenn das irgendwo groß da steht auch nicht ausgeschrieben sondern in dieser.
00:23:10: Abwandlung und Abkürzung.
00:23:11: Was löst es bei Leuten aus?
00:23:12: Und da gab es ja im sozialen Netz dann, ich hab das dann am Wochenende beobachtet, da gab es ja dann wirklich viele Kurzvideos von Menschen aus Nürnberg, auch von Menschen außerhalb, die gesagt haben, ja, damit macht man keinen Wahlkampf.
00:23:24: Man kann nicht das rassistische Endwort mit seiner Ursprungsgeschichte, kann man nicht für den Wahlkampf verwenden.
00:23:31: Und er kann das nicht alleine reclaimen, sondern das muss aus einer Gemeinschaft zusammenkommen.
00:23:38: Genau, und man hat dann auch, das will ich noch kurz ansprechen, man hat dann auch gesehen, dass diese, die schwarze Community wird gesagt, die gibt es ja gar nicht.
00:23:44: Es sind ja mehrere, es ist ja kein Zusammenschluss, sondern es gibt verschiedene Initiativen.
00:23:49: Und auch in den Initiativen herrscht einfach Unklarheit, ob man das machen kann, ob man es gut findet.
00:23:55: Die Initiative von schwarzen Menschen in Deutschland hat er erstes begrüßt, ist jetzt wieder zurückgerudert.
00:24:03: Er hat auf jeden Fall den Diskurs, den hat er angestoßen.
00:24:07: Den hat er angestoßen, aber wie du es zu Recht beschrieben hast, das traf auf sehr fragmentierte Interessensgruppen, die ihre Meinung entweder innerhalb ihrer Gruppe, die alle nicht so richtig riesengroßen, noch mal geändert hat oder von vornherein mit verschiedenen Meinungen aufeinandergeprallt sind.
00:24:25: Also, das kann jetzt nicht der Effekt sein, den man sich wünscht.
00:24:28: Also, da ist jetzt keine... hätte man auch als Annahme haben können, keine Gruppenübergreifende Solidarisierung mit Nasser Ahmed erfolgt in den Kreisen mit Migrationsgeschichten, sondern dort wird es genauso kontrovers diskutiert und teilweise erst anmaßend empfunden, sich diesen Claim zu eigenzumachen und umzuinterpretieren.
00:24:52: I don't know, also am Ende wahrscheinlich ist es die die schlüssigste Erklärung, ist jetzt vielleicht wirklich Kaffeesatzleserei, was wir betreiben, womöglich steckt gar nicht so viel mehr dahinter, als die Tatsache Aufmerksamkeit erregen.
00:25:08: Das ist gelungen, Punkt.
00:25:09: Jetzt geht es dann um Inhalte.
00:25:11: Ich glaube, immer noch habe ich die Hoffnung, aber auch die ist ja angreifbar.
00:25:17: Die Hoffnung weniger, aber ob es eine Realität ist, ist angreifbar.
00:25:20: Ich hoffe ja schon, dass die Menschen, bevor sie bei einer Wahl ihr Kreuzchen machen, sowohl für einen OB-Kandidaten als auch für eine Stadtratsgruppierung, sich grob überlegen, welche inhaltlichen Anlässe gibt es für mich dafür zu stimmen.
00:25:35: Aber wie gesagt, ich sage vielleicht noch mein erstes Gefühl, mein erstes Gefühl war, dass wir auch die Füße fallen, das Endwort in einem Wahlkampf zu benutzen, das würde nicht funktionieren, das war mein erster Gedanke.
00:25:48: Und jetzt will ich es auch nicht überhöhen, aber ich finde so, dass dieser Diskurs gestattet ist und das mehrheitlich Ich weiß nicht, ob mehrheitlich ist, aber besonders viele migrantisierte Menschen jetzt zur Stellung nehmen und dann auch bestimmt dadurch, dass es in ihren eigenen Communities besprochen wird, merken, hey, dieser Kommunalwahlkampf, der betrifft mich auch.
00:26:06: Das wäre nicht die entscheidenden Wahlprozente bei einer OB-Wahl, wahrscheinlich nicht sein.
00:26:10: Aber wenn überhaupt Menschen merken, Obwohl dieser Stadtrat mehrheitlich weiß, vielleicht ist und wenige Menschen hat mit einer Migrationsgeschichte, auch wenn es immer mehr werden.
00:26:18: Trotzdem betrifft mich das, das finde ich, das ist trotzdem das schöne Zeichen, was daraus jetzt nicht entstehen kann.
00:26:23: Das
00:26:23: kann man ja total so sehen.
00:26:25: oder kann ich verstehen, deine Position und gut nachvorziehen.
00:26:28: Interessant für mich ist, wie werden die Wähler in den reagieren?
00:26:33: Weil wir haben einerseits ein Oberbürgermeister, Markus König, der einen Wahlkampf macht, wie aus dem Bilderbuch eines Amtsinhabers auf die bewahrende Kraft im täglichen Wandel setzt.
00:26:45: Die ist er selbst.
00:26:47: So stellt er sich auch da.
00:26:48: Also er steht für Continuity, für eine funktionsfähige Stadt, für Zuverlässigkeit.
00:26:55: Da hat die Agentur, glaube ich, auch einen guten Job gemacht.
00:26:58: So ist der Wahlkampf eines Amtsinhabers.
00:27:00: Und dann haben wir zwei aussichtsreiche Gegenkandidatinnen besagten, Nasser Ahmed, haben wir gerade lang drüber gesprochen.
00:27:08: Und dann noch die Britta Waldhelm von den Grünen, die sozusagen in deren Wahlkampf, der Herausforderer, ein diametral anderen Weg bisher wählt.
00:27:17: Das ist der nicht nach Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit heischende, eher auf viele Veranstaltungen setzende, macht Nasser Ahmed auch, um das nicht falsch rüberzubringen, aber eben ohne so einen Hingucker.
00:27:29: Also die macht er... Ein inhaltlich, programmatischen Wahlkampf, ich würde mal sagen grundsolide, der wirklich darauf auf die Kraft der Inhalte setzt.
00:27:40: Bei Nasser Ahmed kann man den Eindruck bisher gewinnen, dass es ein Wahlkampf ist, der auch auf die Kraft der Zeichen setzt, also der auch buchstäblich Zeichen und irgendwelche Ankerpunkte in der Öffentlichkeit setzen will.
00:27:55: Und da bin ich sehr gespannt, wie das am Ende ankommt, weil die beiden Gleich wie viel Prozentpunkte Markus König haben wird, die beiden führen ja insofern ein interessantes Rennen, auch mit Markus König jetzt einbezogen.
00:28:11: Die Nummer zwei bei dieser Wahl hat beste Chancen, Bürgermeister zu werden, also nicht Oberbürgermeister, sondern Bürgermeister.
00:28:19: Und das wird sehr spannend.
00:28:22: Was mich noch interessieren würde, ist, ob du glaubst, dass dieser Wahlkampf, wann beginnen da die Attacken, beginnen da überhaupt Attacken gegeneinander, kann man das schlecht, weil, wie du schon gesagt hast, immer oft zusammen abgestimmt wird bei vielen Themen, einfach diese drei Parteien einer Meinung sind.
00:28:36: Starten die Attacken dann noch im Februar oder jetzt Ende Januar?
00:28:40: Ja, glaube ich schon, weil wenn man jetzt einfach so weitermachen würde, wenn meine These wird die CSU und Erdrutsch-Sieg hinlegen, welchen Grund gäbe es, wenn im Wahlkampf jetzt keine Kritik mehr aufkäme, nicht auf die Gruppierung im Stadtrat zu vertrauen, die ja offenkundig dann über sechs Jahre hinweg eine sehr solide Arbeit gemacht hat.
00:29:02: Das ist so ein bisschen der Mahlos.
00:29:05: Der kleineren Koalitionspartner, der da nach außen tritt, das ist auf Bundesebene genauso.
00:29:14: Wenn diese Landesregierung erfolgreich ist in Bayern, wird man es vor allem Markus Söder zuschreiben und weniger den Freien wählern.
00:29:20: Wenn die Bundesregierung erfolgreich ist, wird es vor allem ein Erfolg von Friedrich Merzahn und weniger einer der SPD.
00:29:25: Genauso ist es in Nuremberg.
00:29:26: Also muss es Spitzen geben, es muss diese Attacke noch geben und Nasser Ahmed.
00:29:32: hat er jetzt die erste bereits gesetzt.
00:29:35: Er hat gesagt, wenn er OB werden würde, wäre eine seiner ersten Amtshandlungen der Versuch der Umsetzung eines Wohnungsbaudiels immerhin sehr wuchtig mit vierhundert Millionen Euro hinterlegt.
00:29:54: Also jenseits der Frage der Realisierbarkeit, das ist ja mal, das ist ja klare Kante, dahinter steckt ja Die Aussage, bisher vernachlässigt, die Stadtspitze, in dem Fall die CSU, so ist der Angriff wohl zu verstehen, die Thematik, Wohnungsbau, bezahlbarer Wohnraum für alle.
00:30:11: Also solche Dinge müssen aus meiner Sicht noch kommen, also müssen aus der Sicht der Herausforderer noch kommen, sonst werden die ja keine Chance haben, die müssen sich hier profilieren.
00:30:21: Ja,
00:30:21: ich habe noch mal über das, was du davor nachgedacht hast, gesagt, nachgedacht.
00:30:26: Und zwar der, der die Nummer zwei wird, der hat die größte Chance, den Bürgermeister zu werden.
00:30:30: Also nur, dass wir es richtig ordnen.
00:30:33: Also angenommen der Fall, der Amtsinhaber behält den Oberbürgermeisterposten, dann stellt die stärkste Fraktion einen Bürgermeister.
00:30:44: Genau.
00:30:45: Und also der, ich mache jetzt sozusagen, ich habe etwas vereinfacht.
00:30:50: Meine Annahme ist, dass das Ergebnis der OB-Wahl, also Ahmed Britta Waltherin, sich grob im Ergebnis der Fraktionswahlen widerspiegelt.
00:31:01: Also würde die SPD mit Nasser Ahmed auf Platz zwei landen bei der OB-Wahl.
00:31:05: und da stelle ich, gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass das auch bei der Stadtratswahl so ist.
00:31:10: Und die Partei, die mehr Stadträte stellt, die ein besseres Ergebnis hat, grüne SPD, wenn man davon ausgehen, die CSU stellt, weiter den OB, dann Und ist die steigste Fraktion, dann hat die CSU das Recht, den zweiten Bürgermeister zu benennen.
00:31:27: Genau.
00:31:27: Der Kandidat ist bekannt, ist Andreas Griegelstein.
00:31:31: Und es geht eigentlich nur um diesen Job.
00:31:32: dritter Bürgermeister, und der ist eben sehr umkämpft, weil beide, Britta Waldhelm und Nasser Ahmed, den Posten anstreben, aber nur einer von den beiden, es werden kann.
00:31:42: Okay.
00:31:43: Noch eine, es ist tatsächliche Nachhilfe von Kommunalpolitik im Bratus mit Chile.
00:31:47: Dann werden wir aber auch bei diesem Oberbürgermeisterposten, der da noch offen, bei den Bürgermeisterposten, der noch offen wäre, wäre da dann die Frage, in was für eine Koalition wird reingegangen?
00:32:01: Oder wäre da einfach nur die Frage, die zweitstärkste Fraktion?
00:32:05: Also, es ist eine gute Frage.
00:32:06: Also, erst einmal muss man zusagen, wenn man es wirklich ist.
00:32:09: Ich glaube, es ist gut, dass du das auch nochmal sagst.
00:32:12: kann und muss auch nicht jeder wissen, die Bürgermeister wählt das Stadtrat.
00:32:16: Großer Unterschied in Oberbürgermeister wählen wir, das ist eine Direktwahl, alle in Nürnberg Wahlberechtigten.
00:32:23: Der Stadtrat wird in seiner konstituierenden Sitzung, die findet Anfang Mai statt, die Amtszeit offiziell beginnt am ersten Mai, es ist ein Feiertag, da gibt es keine Sitzung, also irgendwann in den nächsten Tagen, zwei der dritte, vier der fünfte Mai gibt es diese Stadtratssitzung, dann werden Vorschläge gemacht, die steigste Fraktion schlägt.
00:32:41: Ganz am Anfang der Sitzung, ihren Bürgermeisterkandidaten vor, wird nach allem, was wir heute wissen, nach aller Wahrscheinlichkeit die CSU sein.
00:32:49: Die würde dann Andreas Griegelstein vorschlagen, der würde wiederum.
00:32:54: Das ist in Nürnberg sehr einfach, weil da ein Bekenntnis vorhanden ist, das jetzt schon kommuniziert wird, wird das Nürnberger Modell fortgesetzt, heißt das.
00:33:02: CSU, SPD und Grüne kooperieren weiter zum Wohle der Stadt.
00:33:07: Wenn das so wäre, kann man davon ausgehen, dass die drei Gruppierungen deutlich mehr als fünfzig Prozent der Wählerstimmen haben.
00:33:15: Würde also dieser Bürgermeister sozusagen durchgewunken im Stadtrat mit einer Mehrheit gewählt.
00:33:20: Gleich, was die kleineren Gruppierungen tun.
00:33:22: Dann gibt es einen zweiten Wahlgang.
00:33:24: Da hat dann die nächste stärkere Fraktion ein Vorschlagsrecht.
00:33:29: Vorsicht, klammer auf.
00:33:31: Könnte sein.
00:33:32: Theoretisch, dass die AfD mit dem Superwahrlergebnis, was ich weder erwarte, noch erhoffe, könnte aber sein, dass die zweitsteigste Fraktion sind.
00:33:47: Dann würde die AfD einen derjährigen vorschlagen, der nach menschlichen Ermessen, das sind alles Prognosen, alles Kaffeesatzleserei, keine Mehrheit bekäme, weil er nur die Stimme in der AfD hätte.
00:33:59: dann würde man diese Weihgänge x-mal wiederholen.
00:34:02: Es würde sich aber nichts verändern oder es würde sofort ein anderer Kandidat aufgestellt werden.
00:34:08: Das ist wahrscheinlicher.
00:34:09: Das heißt, SPD oder Grüne, je nachdem, wer von den beiden die steigste Fraktion ist, also entweder die Fraktion Nummer zwei nach der CSU oder wenn das AfD-Szenario ist die drittstärkste, die würden ihren Kandidaten benennen, ihre Kandidatin und die würde dann Nürnberger Modell wird fortgesetzt, unter dieser Annahme eine Mehrheit der Stimmen kriegen.
00:34:29: Und dann wäre die Bürgermeisterwahl abgeschlossen.
00:34:31: Dann steht die Stadt Spitze, OP, zweiter Bürgermeister, dritter Bürgermeister.
00:34:36: Und dann geht sozusagen die eigentliche Stadtratsarbeit erst los.
00:34:42: Ich denke noch darüber nach, ich hab's bestanden.
00:34:44: Es ist tatsächlich etwas komplexer, aber gut.
00:34:50: Also du hast es eigentlich schon fast angesprochen.
00:34:51: und diese Bürgermeister werden aus der Mitte des Stadtrats
00:34:54: gewählt?
00:34:54: Die werden definitiv aus der Mitte gewählt.
00:34:56: und jetzt in der Theorie, ein OB-Kandidat müsste beispielsweise auch nicht für den Stadtrat kandidieren.
00:35:04: Die ist in der Praxis eigentlich immer anders, aber das ist eben ein Unterschied, das ist eine Persönlichkeit, die wähle ich direkt, die mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit bis auf tatsächlich ländliche Gemeinden.
00:35:18: Da ist es oft anders, oft in der Partei angehört, in Großstädten eigentlich immer.
00:35:25: Die anderen, die zwei Drittel der Stadtspitze, also die Zweiter und Dritter Bürgermeister, müssen Stadtratsmitglieder sein und können nur aus der Position herausgewählt werden.
00:35:39: Wir wollen nicht jetzt schon über die Nachteilwahl reden, aber ich glaube, das Horizonario für die SPD würde sein.
00:35:45: in der Stadtspitze nicht mehr mit einem Bürgermeister vertreten zu sein?
00:35:49: Das wäre ein absolutes Horrorszenario, das wäre ein Nobom.
00:35:53: Und persönlich glaube ich, dass man sich, dass man alles versucht in der SPD, in der Nürnberger SPD das zu verhindern, weil an Wahlen schüssen und Alarmglocken mangelt es nicht, die letzte Bundestagswahl.
00:36:08: endete so, dass die SPD die viertstärkste Partei in Nürnberg war.
00:36:12: Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
00:36:15: Jahrzehnte war die SPD die Kraft Nummer eins in Nürnberg, wurde irgendwann mal abgelöst von der CSU, war dann wieder über Jahrzehnte die Kraft Nummer zwei.
00:36:23: und bei der letzten Bundestagswahl gelten andere Gesetze als bei einer Kommunalwahl, lagen SPD und Grüne vor der SPD.
00:36:33: Gibt es noch irgendeine Eine andere Frage bei dieser Kommunalwahl, die du interessant findest, also beispielsweise bei den Kleinstparteien, wer kommt da rein?
00:36:41: Gibt es da irgendwas, was du jetzt persönlich spannend findest?
00:36:44: Ja,
00:36:44: ja, also da Reden, Schreiben, Sprechen, wir glaube ich immer alle viel zu wenig drüber, durchaus auch eine Prise Selbstkritik.
00:36:53: Das ist in Nürnberg schon spannend, wie bunt das Bewerberfeld der Gruppierungen ist.
00:36:59: Ich finde es auch sehr belebend von Stadtrat.
00:37:01: Also wenn man in den Nürnberger Stadtrat geht, dann hat man eben nicht nur diese genannten drei Positionen, vielleicht noch die der AfD, die meistens aber eher schweigt als Position zu ergreifen, zumindest in der zu Ende gehenden Legislaturperiode war das so.
00:37:15: Man hat ja wirklich eine bunte Vielfalt an... an Räten, die teilweise als Einzelstadtrat vertreten sind.
00:37:21: Wir hatten das jetzt, wenn ich jetzt keinen Denkfehler mache, mit der FDP in dieser Legislaturperiode, die zu Ende geht.
00:37:28: Wir hatten das mit dem Vertreter der Freien Wähler.
00:37:33: Wir haben kleinere Gruppen, zwei Fraktionen, die im weitesten unter dem Begriff Linke-Fraktionen zu subsumieren wären, die aber keine Fraktion bilden, die getrennt sind.
00:37:44: Wir haben dann Ein Sonderfall in Nuremberg, die gute, also eine Partei, die aus einer sehr kulturaffinen Szene kommt.
00:37:56: Also ich finde das schon sehr wichtig.
00:37:57: Dieser siebzigköpfige Stadtrat in Nuremberg wird nach allem, was wir wissen und erahnen, es gibt keine, zumindest mir ist keine Bekannte, es gibt keine Umfragen, auf die Monster stützen können, aber ich behaupte, Mindestens fünfzehn dieser siebzig Stadträder stammen aus diesem kleineren Spektrum.
00:38:17: Und sind dann, je nachdem wie die sich sortieren und organisieren, ja auch wieder ein wichtiger Faktor der Kommunalpolitik.
00:38:23: Dieses Mal haben sie sehr geschafft zwischen zwanzig, zwanzig und sechsundzwanzig sich in einer sogenannten Fraktionsgemeinschaft zu organisieren, was dann deutlich mehr Rechte und auch beim Rederecht im Stadtrat manche Dinge verändert.
00:38:37: Also damit rechne ich auch in der nächsten.
00:38:40: Ich habe
00:38:41: heute erst gesehen, dass wir wieder drüber berichtet haben, dass zwei Parteien mehr dieses Unterschriftenziel erreicht haben, jetzt beispielsweise mit Volt.
00:38:48: Sondern das sehr pro europäische Partei.
00:38:52: Was ich jetzt zum Beispiel spannend finde, weil als meine letzten Kommunalwahlen, die waren nicht in Nürnberg, sondern die waren damals in Frankfurt.
00:38:59: Da ist Wold auf einmal mit einem guten Ergebnis da reingekommen.
00:39:02: Dann hat man sie noch als Mehrheitsbringer noch gebraucht.
00:39:06: Dann saßen die auf einmal wie die Zenat drinnen als ganz junge Partei.
00:39:10: Also spannend.
00:39:11: Super spannend.
00:39:12: Also das wäre jetzt so ein Szenario.
00:39:13: Das würde es in Nürnberg nicht dieses Nürnberger Modell geben, wo eigentlich vorher schon klar ist, dass es eine Mehrheit von drei Kräften der Mitte gibt.
00:39:23: mit CSU, SPD und Grüne.
00:39:25: Dann wäre das total spannend, dann könnten so kleinere Gruppierungen wirklich das Zungenlein an der Waage spielen, damit es jetzt nicht zu rechnen.
00:39:31: Aber man muss immer sagen, aller Ehren wert, wenn die es überhaupt schaffen, dass sie sich wählbar machen, weil da mussten ja in Nürnberg ganz, glaube ich, gut sechshundertzehn Menschen aktiv ins Rathaus gehen und sich für so eine Liste ... Eintragen, finde ich eine sehr hohe Hütte in unserer Demokratie.
00:39:51: und wenn man die schafft, dann steht man zurecht auf dem Weizhüttel.
00:39:56: Es gibt jetzt dann verschiedene Podiumsdiskussionen, vor allem mit den drei Topbewerbern und für das Oberbürgermeisteramt.
00:40:01: Ich meine, eine davon könnten wir jetzt hier bewerben.
00:40:05: Ich kann nur sagen, dass die Tickets gibt es nicht mehr, um vor Ort zu sein.
00:40:08: An welchen Tag ist es denn?
00:40:09: Am elften Februar sprechen wir mit Britta Walter im Nasser Ahmed und Markus König.
00:40:14: Wir sind meine Kolleginnen, die Steffi Taube, die ist Leiterin unserer Lokalredaktion und ich.
00:40:20: Wir versuchen den Abend so zu gestalten, dass man tatsächlich als derjenige der eine der Tickets ergattert hat aber vor allem auch als derjenige der das ganze im stream verfolgen kann.
00:40:33: also wir wollen das ganze eben so senden das auch mehr menschliche chancen haben daran teilzuhaben.
00:40:39: Unser Ziel ist es, die Unterschiede zwischen diesen drei Kandidaten herauszuarbeiten mit unterschiedlichen Gesprächsformaten.
00:40:48: Ich hoffe, dass uns das gelingt, weil das, glaube ich, ist im besten Wortsinn, die die Aufklärungsarbeit in Medienhaus leisten sollte.
00:40:55: Wir geben logischerweise keine Wahleempfehlung ab, das ist nicht unser Job.
00:40:58: Wir wollen den Menschen die Wahler leichtern, indem wir die Perspektiven der Kandidatinnen aufweisen.
00:41:03: Genau.
00:41:04: Und wir haben uns auch, das ist ja immer eine Kritik, deswegen nehme ich die jetzt mal vorweg.
00:41:08: Wir haben uns im Vorfeld darauf verständigt, in Lomburg uns auf die drei Aussicht zu reichen, Kandidierenden zu konzentrieren, einfach deshalb, weil es uns sehr ... Problematisch erscheint in einem sehr engen Zeithorizont die Position von von acht neun Menschen, die sehr heterogen sind, so abzubilden, dass der Zuhörer, der Zuseher am Ende wirklich was davon hat.
00:41:31: Deswegen kaprizieren wir uns auf die drei, von denen wir glauben, dass einer am Ende tatsächlich OB werden dürfte und das ist jetzt keine Annahme, die wir allein haben.
00:41:40: Es gibt eine sehr, sehr hohe Wahrscheinlichkeit dafür.
00:41:46: Okay, Michael.
00:41:47: Es gibt noch andere Punkte, die ich zu dieser Kommunalwelt aufgeschrieben habe, aber ich würde sagen, das heben wir uns für die nächsten Wochen auf, wo wir noch gut darüber sprechen können.
00:41:56: Über die nächsten Wahlkampfaufreger, dafür räume ich mich, indem wir heute noch nicht kennen, aber da bleiben wir dran.
00:42:03: Dann frage ich die Abschlussfrage, was machst du am Wochenende?
00:42:05: In diesem Wochenende mache ich ziemlich... wenig.
00:42:08: Ja, kommt darauf an.
00:42:10: Ich gehe einmal in die Oper.
00:42:12: Samstagabend ist eine Premiere im Lumberger Opernhaus, freue ich mich sehr drauf.
00:42:17: Und ich werde ansonsten, ich fürchte, ich werde viel Mathe lernen mit meinem elfjährigen Sohn, fünfte Klasse.
00:42:25: Was
00:42:26: wird in der fünften Klasse gemacht?
00:42:28: Der schreibt da Montag Schulaufgabe und das Thema ist, das ist irgendwie, das ist nicht fies, kann man nicht sagen, nichts ist fies in der Mathematik, aber es ist tricky.
00:42:36: Im Grunde ist es die Klammersetzung.
00:42:38: Das klingt jetzt einfach, aber wenn es sich erinnert, das geschweifte Ecke hier unten Klammer und Plus-, Minus-, Vorzeichen achten und jetzt so keine Klammeraufgaben, die sind glaube ich nicht das Thema, aber die waren dann ja in so einer Schulaufgabe auch in Form von Textaufgaben gestellten.
00:42:53: Also was weiß ich, ich bilde den Summanten aus und dividiere vorher dies von jenem... Ja, damit beschäftigen wir uns.
00:43:01: Ja,
00:43:01: vorm, vorm, achten März kommen hoffentlich noch die Prozentrechnungen.
00:43:04: Das
00:43:05: wär klug, was treibst du im Wochenende?
00:43:08: Heute hab ich noch was vor, was ich ganz spannend finde.
00:43:11: Das hab ich geschenkt bekommen.
00:43:12: Ein dinnende Dag, wo man irgendwo in einem Schloss bei Vorheim irgendwie im Dunkeln ist.
00:43:18: Ich kann's mir noch nicht so richtig vorstellen.
00:43:19: Du hast
00:43:19: einen großen Latz um, weil es wird ja ... Ich weiß,
00:43:22: ich kann's wirklich noch nicht sagen.
00:43:23: Ich würde wirklich gespannt.
00:43:26: Da müssen wir uns beim nächsten Mal bitte unterhalten.
00:43:28: Also ich hatte schon, ich hab ja mal eine Zeit lang in Südindien gelebt, mit den Händen hab ich da gegessen, da gab es auch so einen Raum, wo man ohne sich zu unterhalten, wo es so quiet eating hat, das kann ich auch, aber in der Dark ist jetzt das Neue, was dazu kommt.
00:43:42: In der Dark unterruhig oder darf man reden?
00:43:44: Der reden darf
00:43:44: auch, hoffe ich, ich werde berichten, wie es war.
00:43:48: Und ich glaub am Wochenende fahre ich mal nach Regensburg.
00:43:51: Genau.
00:43:52: Ich glaube, das letzte Mal, dass ich da war, habe ich mir mit achtzehn, neunzehn Jahren nach der Uni angeschaut und hatte mal überlegt, ob ich da studiere.
00:43:58: Und seitdem war ich nicht mehr richtig dort.
00:44:00: Ich empfehle da ja immer das hauste bayerischen Geschichte.
00:44:03: Das ist sensationell.
00:44:04: Also direkt neben dem, man muss es leider so sagen, auch wenn es einem schwer wird, als Nürnberger, ältesten Bratwursthaus der Welt.
00:44:12: Okay.
00:44:13: Ja, dann sage ich nächste Woche vom Denen eine Dark Bescheid und was ich in Regensburg
00:44:17: gemacht habe.
00:44:18: und gerne von unseren Hörerinnen und Hörern und Zuschauerinnen und Zuschauern.
00:44:23: Wir sind jetzt auch auf YouTube, hab ich mitbekommen.
00:44:26: Gerne kommentieren, gerne uns eine E-Mail schreiben an lukas.schlapp, etwa um p.de.
00:44:32: Dann ... nehmen wir das an.
00:44:35: Wir probieren Gäste umzusetzen, die ihr als Vorschlag habt.
00:44:38: Wir haben nächste Woche eine Gästin.
00:44:40: Genau, es geht um Theater.
00:44:42: Genau.
00:44:43: Und vielleicht auch um Kabarett.
00:44:44: Ja.
00:44:45: Dann hören wir uns nächste Woche wieder, Michael.
00:44:47: Bis dahin.
00:44:55: Ciao.
Neuer Kommentar